Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
Seite
203
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Wisperthale, welches unweit Lorch am Rheinegelegen ist. Dieses Thal führt seinen Namenvon den wispernden Stimmen, die einem dortam Ohre vorbeipfeifen und an ein gewisses heim-liches Pist! Pist! erinnern, das man zur Abend-zeit in gewissen Seitengäßchen einer Hauptstadtzu vernehmen pflegt. Durch dieses Wisperthalwanderten eines Tages drei junge Gesellen, sehrfrohgelaunt und höchst neugierig, was doch dasbeständige Pist! Pist! bedeuten möge. Der ältereund gescheiteste von ihnen, ein Schwertfeger sei-nes Handwerks, rief endlich ganz laut: Das sindStimmen von Weibern, die gewiß so häßlichsind, daß sie sich nicht zeigen dürfen! Er hattekaum die herausfordernd schlauen Worte gespro-chen, da standen plötzlich drei wunderschöne Jung-frauen vor ihm, die ihn und seine zwei Gefähr-ten mit anmnthiger Gebehrde einluden, sich inihrem Schlosse von den Mühseligkeiten der Reisezu erholen und sonstig zu erlustigen. Dieses

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