197
Warum sind Eure Wangen so bleichUnd Eure Kleider so blutig?"
»Ade, stolze Jungfrau Adelutz,
Muß wieder zurück zu dem Raben,
Der mein Aug' ausriß und mein Herzblut trank,
Auch meinen Leib will er haben."
Einen goldncn Kamm zieht sie heraus.
Selbst kämmt sie ihm seine Haare;
Bei jedem Haare, das sie kämmt,
Vergießt sie Thränett viel klare.
Bei jeder Locke, die sie ihm schlingt,
Vergießt sie Thräneu viel klare;
Sie verwünscht seine Mutter, durch deren SchuldEr so viel Unglück erfahre.
Die stolze Jungfrau AdelutzZog ihn in ihre Arme beide;
"Deine böse Mutter sei verwünscht,
Sie bracht' uns zu solchem Leide."