Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
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sah mich an mit ihren großen Augen, als frügesie mich nm Rath; sie wiegte ihren Kopf sowehmiithig sinnend; sie flößte mir ein so edles,süßes Mitleid ein; sie war so schlank, so jung,so schön, diese Lilie, die aus dem Grabe ge-wachsen, diese Tochter des Todes, dieses Gespenstmit dem Gesichte eines Engels und dem Leibeeiner Bajadere! Ich weiß nicht, wie es kam,es war vielleicht die Influenz des Sessels, wor-auf ich saß, aber mir ward Plötzlich zu Sinne,als sei ich der alte General, der gestern aufdieser Stelle die Schlacht bei Jena geschildert,als müsse ich fortfahren in meiner Erzählung,und ich sprach: Nach der Schlacht bei Jenaergaben sich binnen wenigen Wochen, fast ohneSchwertstreich, alle preußischen Festungen. Zuerstergab sich Magdeburg; es war die stärkste Festungund sie hatte dreihundert Kanonen. Ist das nichtschmählich?

Mademoiselle Laurence ließ mich aber nicht