Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
Seite
93
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wohl der Ungestüm, womit die Tänzerin ihrLeibchen hin- und herschleuderte, und die Wild-heit, womit sie manchmal ihr Haupt rückwärtswarf, in der frevelhaft kühnen Weise jener Ba-chantinnen, die wir auf den Reliefs der antikenVasen mit Erstaunen betrachten. Ihr Tanzhatte dann etwas trunken Willenloses, etwasfinster Unabwendbares, etwas Fatalistisches, sietanzte dann wie das Schicksal. Oder waren esFragmente einer uralten verschollenen Panto-mime? Oder war es getanzte Privatgeschichte?Manchmal beugte sich das Mädchen zur Erde,wie mit lauerndem Ohre, als hörte sie eineStimme, die zu ihr heraufspräche... sie zittertedann wie Espenlaub, bog rasch nach einer ande-ren Seite, entlud sich dort ihrer tollsten, aus-gelassendsten Sprünge, beugte dann wieder dasOhr zur Erde, horchte noch ängstlicher als zuvor,nickte mit dem Kopfe, ward roth,,ward blaß,schauderte, blieb eine Weile kerzengrade stehen,