Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
Seite
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schien. Das lange schwarze Haar fiel in ver-zerrten Locken auf seine Schulter herab und bil-dete wie einen dunklen Rahmen um das blasse,leichenartige Gesicht, woraus Kummer, Genieund Hölle ihre unverwüstlichen Zeichen eingegra-ben hatten. Neben ihm tänzelte eine niedrige,behagliche Figur, putzig prosaisch: rosig, verrun-zeltes Gesicht, hellgraues Röckchen mit Stahl-knöpfeu, unausstehlich freundlich nach allen Sei-ten hingrüßend, mitunter aber, voll bcsorglichcrScheu, nach der düsteren Gestalt hinaufschielend,die ihm ernst und nachdenklich zur Seite wan-delte. Man glaubte, das Bild von Netzsch zusehen, wo Faust mit Wagener vor den Thorenvon Leipzig spazieren geht. Der taube Malercommentirte mir aber die beiden Gestalten in sei-ner tollen Weise, und machte mich besonders auf-merksam auf den gemessenen breiten Gang desPaganini. »Ist es nicht," sagte er, »als trügeer noch immer die eiserne Ouerstange zwischen