alter müssen sie ziemlich schön gewesen sein. Sagtman doch von Franz I., daß das Gerücht vonder Schönheit der Mailänderinnen ein heimlicherAntrieb gewesen, der ihn zu seinem italienischenFeldznge bewogen habe; der ritterliche König wargewiß neugierig, ob seine geistlichen Mühmchen,die Sippschaft seines Taufpathcn, so hübsch seien,wie er rühmen hörte . . . Armer Schelm! zuPavia mußte er für diese Neugier sehr theuerbüßen!
Aber wie schön sind sie erst, diese Italienerin-nen, wenn die Musik ihre Gesichter beleuchtet.Ich sage beleuchtet, denn die Wirkung der Mu-sik, die ich in der Oper auf den Gesichtern derschönen Frauen bemerke, gleicht ganz jenen Licht-und Schatteueffekteu, die uns in Erstaunen setzen,wenn wir Statuen in der Nacht bei Fackelscheinbetrachten. Diese Marmorbilder offenbaren unsdann, mit erschreckender Wahrheit, ihren inne-wohnenden Geist und ihre schauerlichen stummen