22
durch sehr eckige Verhältnisse und Beziehungen,sehr bald wieder in die rohe Wirklichkeit hinein-gequält.
Lieber Himmel! fuhr Maximilian fort, indemein schmerzliches Lächeln um seine Oberlippezuckte: lieber Himmel! die lebendigen Weiber,mit denen ich damals in unabweisliche Berüh-rungen kam, wie haben sie mich gequält, zärtlichgequält, mit ihrem Schmollen, Eifersüchte!«, undbeständigem in Athein halten! Auf wie vielenBällen mußte ich mit ihnen herumtrabeu, in wieviele Klatschereien mußte ich mich mischen! Welcherastlose Eitelkeit, welche Freude an der Lüge,welche küssende Verrätherei, welche giftige Blu-men! Jene Damen wußten mir alle Lust undLiebe zu verleiden und ich wurde auf einige Zeitein Weiberfeind, der das ganze Geschlecht ver-dammte. Es erging mir fast wie dem französi-schen Offiziere, der im russischen Feldzuge sichunr mit Mühe aus den Eisgruben der Bercsiua