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kühnen Kraft des MichK Angelo zeugt, währenddoch die ganze Gestalt von einer ätherischenSüßigkeit umflossen ist, die man bei jenem Mei-ster eben nicht zu suchen Pflegt. In diesen Mar-mor ist das ganze Traumreich gebannt mit allenseinen stillen Seligkeiten, eine zärtliche Ruhewohnt in diesen schonen Gliedern, ein besänfti-gendes Mondlicht scheint durch ihre Adern zurinnen ... es ist die Nacht des Michel AngeloBuonarotti. O, wie gerne mochte ich schlafendes ewigen Schlafes in den Armen dieser Nacht...
Gemalte Franenbilder, fuhr Maximilian fortnach einer Pause, haben mich immer minderheftig interessirt als Statuen. Nur einmal warich in ein Gemälde verliebt. Es war eine wun-derschöne Madonna, die ich in einer Kirche zuCöln am Rhein kennen lernte. Ich wurde da-mals ein sehr eifriger Kirchengänger und meinGemüth versenkte sich in die Mystik des Katho-lizismus. Ich hätte damals gern, wie ein spa-