XXXIX
ungetreue, schamlose, unehrliche, feige Schelme,die, entblößt von allen Tugenden des deutschenVolkes, sich mit den Fehlern desselben bekleiden,um sich den Anschein des Patriotismus zu geben,und in diesem Gewände die wahren Freunde desVaterlandes gefahrlos schmähen zu dürfen. Esist ein doppelt falsches Spiel. Die Erinnerungender napoleonischen Kaiserzeit sind noch nicht ganzerloschen in unserer Heimath, man hat es dortnoch nicht ganz vergessen, wie derb unsere'Männerund wie zärtlich unsere Weiber von den Fran-zosen behandelt worden, und bei der großenMenge ist der Franzosenhaß noch immer gleich-bedeutend mit Vaterlandsliebe: durch ein geschicktesAusbeuten dieses Hasses hat man also wenigstensden Pöbel auf seiner Seite, wenn man gegenjunge Schriftsteller zu Felde zieht, die eine Freund-schaft zwischen Frankreich und Deutschland zuvermitteln suchen. Freilich, dieser Haß war einststaatsnützlich, als es galt, die Fremdherrschaft