Druckschrift 
1 (1804)
Entstehung
Seite
106
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der Vernunft frei, absolut und unabhängigist, so ist jede wahre Sittlichkeit poetisch unddie Poesie wird w'.edcrum jene. Freilich wirktsie nicht sittlich, durch das Auswerfen klin-gendcr Sentenzen, (sowenig als die Gotha-ner unter Ernst I. sich sehr durch die Dreierwerden gebessert haben, auf welche er Bibel-Sprüche prägen lassen,) sondern durch leben-dige Darstellung, in welcher der sittliche Sinnso wie der Weltgeist und die Freiheit sich hin-ter das mechanische Räderwerk der Welt-Maschine verbirgt, als unsichtbarer Goitmitten über eine sündige freie Welt regiere»muß, die er erschafft.

Das Unsittliche ist nie als solches poetisch,sondern wird's nur durch irgend eine Zumi-schung; z. V. durch Kraft, durch Verstand;daher ist, wie ich künftig zeigen werde, nurein rein-unsimicher Karakter, nämlich grau-same und feige Ehrlosigkeit, unpocusch, nicht