Elektrometer.
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bewegt sich mit Reibung durch die mit Lederscheiben ausge-fiitterte SeitenöHuung der Glocke und ist in Viertellinien abge-theilt. Die verschiedenen Entfernungen der Kugel vom Gold-blättchen , bei welchen dieses eben anlangt von seiner vertica-len Richtung etwas abz.uWeichen, aber schon einen merklichenVinkel damit macht, endlich an die Kugel anschlagt, gebeneben so verschiedene eh Intensitäten an, und es können in die-ser Hinsicht auch die kleinsten Verschiedenheiten mit viel gröl’se-rer Sicherheit und Genauigkeit bestimmt werden, als nach derCriilse des Abstolsungswinkels, sey es nun zweier Goldblättchenoder eines einzelnen Goldblättchens in Beziehung auf einenunbeweglichen Metallstab.
Eine sinnreiche Anwendung der Volta’schen Säule um ver-mittelst eines Goldblättchens nicht blofs die schwächsten Gradevon E. zu entdecken, sondern auch sogleich ohne Weitere Pro-ben die Art der untersuchten E. zu bestimmen , brachte zuerstGeorg IjEUXH. Beihve.vs 1 in Vorschlag, welche später nachErfindung der s. g. trockenen Säule Zamloüti’s durch v. Boii-XEXiiERGEii wieder aufgefafst und verbessert, dem nach ihmgenannten Bohnenberger scheu Elektrometer seinen Ursprung ge-geben hat 1 2 . Dasselbe ist in einem 3,5 Pariser Zolle hohen und12,5 Pariser Zoll weiten cylindrischen, mit einem messingenenDeckel versehenen Glase enthalten. Zwei trockne el. Säulen,jede aus 400 Scheiben zusammengeleimten Gold- nnd Silber-papiers von 2 >" Durchmesser bestehend und in einer gefirnifstenGlasröhre eingeschlossen, sind die eine mit ihrem positiven, dieandere mit ihrem negativen Pole an den Deckel angeschraubt,so dafs sie, wenn der Deckel aufgesetzt ist, vertical herunter-liängen, und auf dem Deckel ist die Verschiedenheit der bei-den anliegenden Pole durch -J- und — angezeigt. Am unternEnde jeder Säule befindet sich eine etwas vorstehende abgerun-dete messingene Fassung, welche noch •£- Z: von dem Bodendes Glasgefäfses und einige Linien von dem Bande der Glas-röhre absteht, trnd mit der das untere Ende der Säule in leiten-der Gemeinschaft sich befindet. Die Achsen der beiden Säulen
1 Beschreibung eines neuen Elektrometers in G. XXIII. S. 24.
2 Die erste Beschreibung desselben findet sich in den TübingerBlättern für Naturwissenschaft und Arzneikuude von Authenrieth undBuhuenberger Bd. I. S. 380, und daraus in Gilb. Ann. Ed. I. S. 1Ü0.