054
Elektrometer.
trisirten Körper, so gellen die Korkkügclchen abermals mit dervon letzterem vorbei' gebundenen mul nunmehr frei werdendender seinigen entgegengesetzten E. ans einander, und zwar ebenso stark, als sie vorher durch die mit der seinigen gleichartigE. divergirten, und diese E. wird sich lange Zeit, bei rechttrockener Witterung Stunden lang fast ungeschwächt erhalten.Bringt man irgend einen Körper, dessen freie E. man untersu-chen will, gegen clie Kappe EE., so werden die Korke des Elek-trometers durch ihr Zusammen - oder weiteres Auseinandergellendie Art seiner E. anzeigen , indem Ersteres durch eine derjeni-gen der Ivorkkiigelcheri entgegengesetzte, Letzteres durch einemit der ilmgen gleichartige E. bewirkt wird. Es bedarf kaumerinnert zu werden, dafs dieses Instrument in der beschriebe-nen Einrichtung ein blofses Elektroskop und kein Elektrome-ter ist.
Mit diesem Flaschenelektrometer Cavaulo’s kommt imWesentlichen das so bekannte Goldblattelektrvmeter Bennet’süberein , nur dafs statt der Korkkügelchen Goldblättchen zumelektroskopischen Körper gebraucht sind, wodurch dieses Elek-trometer ungemein an Empfindlichkeit gewonnen hat, und einwahres Mikroelektrometer darstellt. Amuaham Besäet hat imJahre 1787 eine Beschreibung und Abbildung davon 1 gegeben,und B oec km ans hat seinen Gebrauch zuerst in Deutschland 2bekannt gemacht, wo sich eine Beschreibung und Abbildungdes von ihm in einigen Puncten abgeänderten Instrumentes fin-det. Das wesentlich Neue an demselben sind die Streifen vonoeschlasenem Golde, etwa 2 Linien breit und 18 — 20 Linienlang. Diese hängen an den Seitenflächen der keilförmigen Zu-schärfung eines Stückes Holz, oder noch besser Zinns, woransie mit ein wenig Eierweifs oder Firnifs angeklebt werden, dichtneben einander und parallel unter sich in der Mitte eines Glas-cylinders herab, welcher etwa 1,5 7t- im Durchmesser hat undungefähr 3,5 Z. hoch ist. Damit diese Glasröhre noch besserisolire, wird der obere Theil derselben etwa auf eine Streckevon einem Zoll mit Siegellack oder gutem BernsteinJirnils übei-zogen , der untere Theil der Bohre geht etwas gedrängt in eine
1 Phil. Trans. LXXVII. clarans übers, in den Leipziger Samm-lungen zur Physik und Naturgeschichte. IV. Bd. ‘Ites St. S. 419.
2 Grens Journal der Physik. 1. Band. S. SSO llgd.