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Ampere’s Theorie.
trischen Leiters auf die Magnetnadel eigentlich ganz unerklärtIäfst, während er init vielem Scharfsinn die Entstehung einesStahimagnetes aus elektromagnetischen gewundenen Leitern ab-leitet, und den gegenseitigen Einflufs beider auf einander unterden mannigfaltigsten Modilicationen mit bewundernswertherKunst entwickelt. Auch seine mit grofser Gewandtheit im Cal-ciil und Anwendung der scharfsinnigsten Combinationen durch-geführte geometrische Construction der gesummten elektroma-gnetischen Erscheinungen legt die gegenseitige Einwirkung zweierelektrischer Ströme auf einander zum Grunde, und übergeht so-mit die Wirkung des einfachen Leiters auf die Magnetnadel,welche Ampere übrigens als Tliatsache mitzutheilen keineswegsverabsäumt. Wenn man aber in der aufgestellten Theorie rück-wärts von einem Magnete zu einem einfachen galvanischen Lei-tungsdrahte übergeht, so kann man in demselben nur einen bi-polaren Transversalmagnet linden, welcher indefs die Phäno-mene nicht erklärt; oder man mufs zu den Wirbeln nach Qer-sted seine Zuflucht nehmen, wie denn auch dieser Physikerdie Ampere’sche Theorie nur als eine Erweiterung seiner eige-nen betrachtet, wonach aber die Erklärung der gemeinen Ma-gnete aus den elektromagnetischen Strömungen sich in ein nochweit mehr unauflösliches Gewirre verlieren würde, als diesesschon bei den aus schraubenförmig gewundenen Drähten beste-henden Cylindern und den Multiplicatoren der Fall ist 1 .
Verschiedene Physiker haben Ampere’s Theorie dadurchzu widerlegen gesucht, dafs sie einen Widerspruch derselbenmit den Erscheinungen aufgefunden zu haben glaubten, AlleinAmpere ist allen diesen Einwürfen begegnet, und hat bei denmeisten nachgewiesen, dafs die ihm entgegengestellten Phäno-mene vielmehr aus seiner Theorie nothwendig folgten, welchesübrigens nicht schwer seyn kann, wenn man einmal ;die Prä-misse zugesteht, dafs ein elektrischer Strom seinen Leiter ander einen Seite nordpolar, an der andern südpolar magnetischmacht, hierbei die obere Seite der unteren, die rechte der lin-ken entgegengesetzt, und hieraus ein Umlaufen der Pole umden ganzen Umfang des Leiters erzeugt werden Iäfst, aus wel-chem letzteren Gesetze alle elektromagnetischen Erscheinungenin ihren vielfachen Modilicationen oben abgeleitet sind, Der
1 Vergl. I’läfl' der Elektromagnetismus u, s. w. S. 246.