Druckschrift 
3 (1827) E
Entstehung
Seite
49
Einzelbild herunterladen
 

B e o b a e li t u n g e u, 49

stirne, welche bei den Solstitien die Nippfluthen nicht zu derKleinlieit gelangen läfst, die sie hei den Aequinoctien liaben,weil hei den Aequinoctial-Nipplluthen die Wirkung des blon-des, als des am meisten wirkenden Körpers, durch seine starkeDeclination vermindert wird, statt dals sie bei den Solstitial-quadraturen, wo der Mond sich ungefähr im Aequator befin-det, mächtiger ist.

27. Die theoretischen Untersuchungen setzten die Erdeals ganz bedeckt vom Wasser voraus und ihnen zu Folge mülstedie Zeit der Fluth in einer genauen Uebereinstimmung mit derCulmination des Gestirns stehen. Da aber auf der Erde dieFortpflanzung der Bewegung des Meeres offenbar durch dieUnregelmäfsigkeit der Ufer und Begrenzungen desselben ge-stört wird, so läfst sich leicht einsehen, dafs der FactorCos. (2nt-j-2a: — 2 ip) die Form Cos. (2nt — 2zt — 2t p — 2k)haben und k für jeden Ort einen andern Werth erhalten wird.

Laplace zeigt in seinen neuern theoretischen Untersu-chungen, dafs man, wenn für die Declination der vermittelst desFortrückens in der Bahn ausgedrückte Werth gesetzt wird, fol-gendes als den Ausdruck für die Kräfte, welche Oscillationen,deren Periode ungefähr ein halber Tag ist, bewirken, finde:

^ 3 Cos . 4 ^ e Cos. (2 n t -j- 2 tz — 2 m t — 2k)

-f- -j- — 3 - Sin. 2 £ Cos. (2n t-j- 2 n — 2 y); hier ist der

Halbmesser der Erde = 1, die Entfernung der Sonne = r,die Masse der Sonne = L, die Neigung ihrer scheinbarenBahn gegen den Aequator = e ; das Complement der Breitedes Ortes :»t + n der Stundenwinkel des Aequinoctialpunc-tes oder allgemein des Punctes, wo die Bahn des Gestirns denAequator schneidet; m t ist die mittlere Bewegung der Sonne.Die Wirkung des Mondes würde durch zwei ganz ähnlich ge-bildete Glieder ausgedrückt, in denen r*, L’ , £ und so fernerin Beziehung auf den Mond eben das bedeuten, wie r, L, £in Beziehung auf die Sonne. Die vier constanten Gröfsen A,B, k, y müssen aus den Beobachtungen bestimmt werden, unddie Formel für die Wirkung des Mondes scheint neue vier con-stante Gröfsen A', B', X', y herbeizuführen. Aberda das zweiteGlied von der Schnelligkeit der eignen Bewegung des Gestirnsunabhängig ist, und der Durchschnittspunct des Aequators mit- III. Bd. D