dic Einzigen, welche damals schrieben, suchtenden Geist des klassischen Alterthums sichanzueignen, oder wenigstens in ihren Schriftendie klassischen Kunstformen nachzubilden. Konntensie nicht, gleich den Griechen, eine Harmonieder Form und der Idee erreichen, so hieltensie sich doch desto strenger an das Aeußereder griechischen Behandlung, sie schieden, nachgriechischer Vorschrift, die Gattungen, enthiel-ten sich jeder romantischen Extravaganz, und indieser Beziehung nennen wir sie klassisch.
3) Der allgemeine Charakter der modernenLiteratur besteht darin, daß jetzt die Indivi-dualität und die Skepsis vorherrschen. DieAutoritäten sind nicdergebrochen; nur dieVernunft ist jetzt des Menschen einzige Lampe,und sein Gewissen ist sein einziger Stabin den dunkeln Jrrgängen dieses Lebens.Der Mensch steht jetzt allein seinem Schöpfergegenüber, und singt ihm sein Lied. Daherbeginnt diese Literatur mit geistlichen Gesängen.