ist. Dic Anderen, die eigentlichen Gnostikcr,glaubten vielmehr an dic Präexistcnz des gutenPrinzips, und erklärten dic Entstehung desbösen Prinzips durch Emanazion, durch Gcnc-razioncn von Aeoncn, die, jemehr sie von ihremUrsprung entfernt sind, sich desto trüber ver-schlechtert. Nach Ccrinthus war der Erschaffcrunserer Welt keineswegs der höchste Gott, son-dern nur eine Emanazion desselben, einer vonden Aeonen, der eigentliche Dcmiurgos, derallmählich ausgeartet ist, und jetzt, als bösesPrinzip, dem ans dem höchsten Gott unmittel-bar entsprungenen Logos, dem guten Prinzip,feindselig gegenüber stehe. Diese gnostischc Welt-ansicht ist urindisch und sie führte mit sich dieLehre von der Jnkarnazion Gottes, von derAbtödtung des Fleisches, vom geistigen Jnsich-selbstverscnkcn, sie gebar das ascctisch beschau-liche Mönchslcbcn, welches die reinste Blütheder christlichen Idee. Diese Idee hat sich inder Dogmatil nur sehr verworren und im Kultusnur sehr trübe aussprechen können. Doch sehen
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