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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
Seite
776
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Des Europäischen Herolds vierdtt Haupt- Handlung

vnd Herrfchgfftttt

Lkwere hohe Seines Herrn Vaters noch lebende geschwi-«nvcrwglid- fterseynd: Frau Maria Hippolyte!/ gebohrenA- 164s/ HnörsX Imperizliz, Fürstens zu kranca-villZ und hernach Marckgrafens Ambrosii Do-rla GemahlinFr .Theresis Maria /gcbohren

^l. 1646 UNd A. 1671 Mit Lißismuncio tranci"

5co von Este/Marckgrafen von Lans/vermah-let/ UNd Vevota k^aria Renata, gebohrm A.1648/ eine Gemahlin des ^larcbete voria.

Dessen sou- Aus der titulatur ist sowohl die souverai-veramität nue dieses Fürsten/ als auch dessen landeund Herrschaften zu erkennen. Das Für-stenthum Monaco anlangend/so liegt selbi-ges zwischen Nizza und dem westlichen theilder rivier von Genua an dem Mittel-meer.Die Frantzosen nennen es klourAues, und sinddarinnen die Hauptstadt Monaco/ von wel-cher gleich anfangs gesagt worden/Koccabru-«3 und klenton, beydes sehr kleine örter. DasHertzogthum Valentinas wird vomDelphi-nat eingeschlossen/ und begreifst die örter!a Oeli, (Zraue, Laufet, und LavaÜe, des-gleichen die Oomgmen b^ontelimart , 8. Ivlar-ccllin, und Romans. Von der Larouie 6eLU75 und anderen mehr ist oben bericht gesche-hen.

Das wapen dieses Fürsten bestehet aus ei-nem silberweissen schilde / welches mit rochenrauten oder wecken besetzet ist. Auff dem of-fenen mit einer güldenen kröne bezierten Hel-me erscheinet zwischen einem grünem ölzwei-ge und palmenbusche seine güldene lilie. Diehelmdecken sind silber mit roch ausgeschla-gen. Das wapen halten zween Augusiiner-mönche in ihrer gewöhnlichen schwachen klei-dung / um den leib gebunden / mit blossem

Dero tykpen.

erWerdtmWaupt-Wandlung

NwöWrUaupt-Wheil:

Von

Nem freyenWürstmGum Drange.

KirstenszhumOran-se und des-Len zusxM.

Jeses fouveraine Fürsten-thum/ zu Latein ^rausio

oderpr-incipAUL/^raulionen-Ü8, ^uriacu; oder /^raulioz-

NU5 genannt/ hat von der

uralten stadt Orange / an

den gräntzen der Grafschafften Avignon undVivarez in Franckreich/ den nahmen/ und ge-hören neben solcher Hauptstadt / deren sestungbereits A. 1660 6emoüret worden/ die städtlein

^larti^NIu, (^3p äektousle, Lourtke^ou, (üausans,L. ^ncirci, cle karmeres, prabion , sonczuie-

res, (Zixonäas und andere örter mehr/ zufamtvielen schönen gütern in Provence darzu.Jnmasten solch Fürstenrhum einen theil die-ser großen Frantzöischen landschafft conttitui.ret.

Istwrmahis Daß dieser Fürstliche Staat dem Frän-^ ^ ^ ckisch-TeutschenReicheunterworffenge-

Haupte / langen haar und bart/ mit der einenHand das wapen haltend/ mit der andern abereinen blossen dcgen zum hiebe führend. Die

«tevils ist: Oeo lsuvaute.

Seither die Hauptstadt Monaco/ als einfürtrefflicher platz/ der Cron Franckreich Ho-heit und oberbotmaßigkeit abgetretenworden / ist das lupremat dieses iuclepeuclentenFürstenthums zu einer grossen schwache kom-men/ und sind wohl die wenigsten lande/ diedas Fürstliche hauß ietzo besitzet/ annochfreyund souveraln/die meisten aber/alte und neue/haben von der Cron Franckreich ihre äepen-

äeutz.

Des Fürsten einkünffte sollen bey nahe4OOOO thlr. ordentlich betragen; wenn aberdie unter Spanischer botmaß'igkeit gelegeneherrschafften ftey können genutzet werden/mö-gen sie eine grössere summe ausmachen.

In demp )>renäistchen frieden hat dieCron Der FürstFranckreich diesem Fürsten srt. 104 zu wege '^d -n diegebracht/ daß er in ruhige poll?^ aller güter/mengen?einkünffte und gerechtsame/ welche ihme und ^ lande r-.seinem Hause vor dem kriege/ im Königreiche 'Neapolis/dem Staat von Meyland und an-dern der Cron Spanien ungehörigen land-schafften^ugehöret/ zustimmt der freyheit sel-be nach belieben zu verkauffen/ oder sonst zuZÜeniren/ rettituiret werden solle/ ohne daß manihme wegen der protection, die er bey Franck-reich gesuchet und erhalten / ichtwas unange-nehmes zumuthen dörffen. Jedoch als sichder letztverstorbene Fürst nach der Hand allzu-sehr an Franckreich attachime/ wurden ihm al-le im Königreich Neapolis befindliche herr-schafften conülciret/ und theils verkauftet.

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wesen/ bewahret i'buZnm imzo buche aus der ^ ^güldenen ^Bulle/ darinnen die kun^tion der iM geMUniversität daselbst enthalten/desgleichen aus ven-gewissen kirchen-viplomatibuz tapfer Frie-drichs li 6e A. 1225; weniger nicht ausden alten müntzm und wapen. Nachdemaber die autoritär des heil. Römischen Reichsdeutscher Nation in diesen und andern thei-lenFranckreichs gefallen/ist dasFürfienthumvon besondern Regenten beherrschet wor-den ; von denen es endlich an die bekandte fa-mille derer de Beaux kommen/ fast mit glei-chem Supremat, als die Reichs-Fürsten ihreReichs - Fürstenthümer besitzen. Allermas-sen aus einem vom Fürst Lertranäo cle LeauxA. C. 1242 auffgerichteten inlkrumento erhellet»

Soist auch aus den Oram'schen /^rcliivenzu ersehen/daß Wilhelm Cornet/ so ausdem Königlichen Hause Burgund entsprossen/

und

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