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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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Des Europäischen Herolds vierdte Haupt-Handlung

kircken-auffsicht betrifft/unterworffen stehen. sehr gering. Hingegen istauffdes Her-Zu Modena war vorzeiten ein berühmtes tzogs ansiifften eine gelehrte gesellschafft/Lymnslium , dessen ansehen aber anietzo gl' Lxerantt genennt/ empor gekommen.

er

ierdten Kaupt-Kandlung

Zilsster Waupt-Wheil:

Von

'umeWonaw.

^Ie Hauptstadt desselbenMo-naco / welche man vorzeitenk^ercuüs tvlonveci ?c>rki.im ge-nennet / liegt an dem Mittel-meere auffeinem steilen ftlsen/und ist gleichsam die vorpfor-te der stadt Genua / daher auch die CronFranckreich immer ein auge darauff gehabt.Sie giebc dem Fürsten/ ihrem souverainenHohes her- Oberherrn / den nahmen. c?rimo2iäu8) wel-A'nmen des chernach Lrianville Meinung ein sohn Pepins/Momis- Königs in Austragen/und Ronig Childe-berts in Franckreich oberster Hofmeistergewesen seyn soll/ ist der erste bekandtestamm-vater dieses Fürstlichen Hauses/von welchem Herkömmet Grimaldus / deran Raxser Ottens I Hofe wegen seinerheldenthaten und getreuen dienste in grosserastim gewesen / und zu erst mit dem Fürsten-thum Monaco beliehen worden. i^bom-eur,der Frantzöische Heraldist/nennet ihn Gri-moaldi söhn/ welches aber nicht styn kan; son-dern es ist derselbe ein söhn pallimi, undeinen-ckel bZuZOM5 (Zrimaiäi, welcher KaysirlicherGeneral - Stadthalter zu ^ntipolis und in ?ro-vence war. Er hat auch zugleich densiebusin

Z.I'ropX^^nti^olim, Vencium, Vintimizligm,

und andere örter besessen. Aus seinen Herrensöhnen hat AnsZotKuz inNormandie das ge-schlechte derer 6uLec Lrezpm von sich abstam-men lassen; der älteste aber Herr Gvido i Gri-maldi ist Printz zu Monaco worden/ ein vaterGrimaldi U- welcher mit seiner Gemahlin /^le-xia aus Kayserlichem geblüte zu Constantino-pel erzeuget Printz Gvidonem u zu Monaco/welcher Japser Henrichs lV'Reichs»verwe-ser mit gewesen^ dessen Herr söhn GrimaldusZU Admiral von Genua war/und dieses seinHerr söhn/Fürst Oberems/soll Rayser Frie-drichs l oberst Hofmeister und Ambassa-deur in Franckreich und Engelland gewesenseyn; wobey doch zu erinnern/ daß diese vor-stehende Fürsten zu hohem alter müssen gelan-get seyn/sonsten die zeit-rechnung nicht übereinM- .immtrcffen köntc. Di-ftr Zürst Obere hm vierMhqufts. söhne hinterlassen/ von welchen mer limenherstammen; nahmentlich von Ingone dieHertzoge von Ebolo/ Fürsten von Salerno/die Marquisen Theani/und Grafen zu Pola;von Oberto/ die Herren Grimaldi de Chate-auneuf und de Gattieres in der GraffschafftNizza; von Nicolao/ die Herren Grimaldi

de Carkgnan in Piemont. Der älteste Herrsöhn aber FürstObertens/GrimalduslVPrintzde Monaco/Hat den stamm fortgepflantzet/ ver-mittelst einer seiner söhne / nahmens FürstFrancisco Printzen de Monaco/ Gouverneurin Provence und zu Nizza. Ihme folgereA. 1275 im Fürstenthum nach sein ältester Herrsöhn Fürst Rapnerus i^ein vater FürstsRay-neri tt? Admirals von Franckreich. Diesemhat lucceäiret fem mit frau MargarethenRuffa aus dem Gräfflichen geschlecht Linvpo-Us erzeugter söhn/ Fürst Carl / beygenahmtder Große/ Fürst zuMonaco undVintimiglia/welcher zu kriegs - und ftiedens - zeiten vielruhm/und an Rönig Philipps vonValois inFranckreich Hofe große chargen erlanget hat»Sein Herr söhn PriNY UI äe!v1c>u2La

hat die herrschafften VentiumUNdLervisnttuMerworben / hat sich auch einen Herrn der In-su len Lefüloma) l.eucat3>^ac^ntbuz,^euca8 ge-schrieben/ ist darneben auch Seneschall inpiemont und der Cron Franckreich Admi-ral gewesen / und A. 1406 verstorben. Des-sin Herr söhn und Nachfolger/ Fürst Johan-nes l, hat seine tapfferkeit auch zur sie / und für-nehmlich A. 14z l erwiesen / da er unterm com-mando Heryog Philipps zu Mepland/die Venetianische flotte aus der sie geschlagen»Mit seinem Herrn sohn/priny wel-

cher die Catalonier besieget/ höret der Fürst!,mannes -stamm dieser liuie auf. Denn die-ser verließ A. 14s? nur eine eintzige tochter/ diePrinzeßin ciZuäiam, welche ihrem Agnaten/herrnLamberten/dessn alter Herr vater/An-thon/Herr cle ?l-3ta,obhochgedachten PrintzCarls des Grossn bruder gewesen/ das freysFürstenthum Monaco zugebracht hat. Ausdieser ehe ist entsprossen Johannes!!, Fürstvon Monaco und Vintimiglia/der beyden Rö-ntge in Franckreich Carls VUl und Lud-wigs xu Rath und Rammerer. Demesein Herr bruder/Fürst , welcher auchbey zween Königen/ als höchstgedachtem

vico xu und König Francisco!/dergleichen

chargen bedienet / samt dem leben die lande ge-raubet hat. ^ Er wurde aber wiederum vonBartholoms vorm A. 152z hingerichtet / undverließ einen unmündigen Printzen/ nahmens^onoratus, welchen sein Vormund und desHerrn Vaters bruder / Herr Augustin/ Bi-schoff zu Grassa/zu dem ende in RayserCarlsV xrvtsawn stetttte/damit er statt der ihme in

Franck-