von dem Hcrtzögkhllm Modciia.
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Das Heryogthum Mode»,a hat 0pi??o ä'zu^axser Rudolphs! zelten / und mitYen«. ^' dessen genehmhalten etwa A.C. 1283 zu erst un-ter seine botmaßigkeit gebracht; es ist aber beyseinem Hause damahls nicht beständig geblie-ben /Indern Napster Henrich vu verordneteHerrn tr,.^iscum picuin vonMirandula zumReichs-Stadthalter dahin; darauf haben?Zllizrinu5,undLutiiQnekonZcvIlivon Mantua/sich^dess'n bemächtiget/nach deren ausrottungK. Johannes von Böhmen/ ietzt-gedachtenKays. Heinrichs VIHHn / l^Znfreää und Lui>cloni aus dem Hause pio das Reichs-Vicariatdarüber ertheilet/ welche solches hinwieder/ausser etlichen platzen/ darunter Larpi u. 8.?elicegewestn/an Opi^xonem I!l von Marchgra-fen vonFerrara/ A. izs6 überlassen. Solchergestalt ist die stadt Modena und zugehörigesland aus Kaystrlicher beleihung als ein Für-stenthum bey seinem Hause erblich blieben / unddurch Kayftrs Friedrichs in sonderbare gnadegegen öortum, wurde es gar zu einen Hcryog-ehum erhoben.
Im ansang des XV! ftculi hat es mit derstadt Modenadiese Veränderung gehabt/- daßder martialische pabfl 'Julius ii, ein todfeinddes Fürstlichen Hauses ä'Lste,selbige A. 1510 mitgewalt erobert/ und Kayftrs Maximilian!trouppen zwar cingeraumet; sie ist abervier jähre darauf als ein pfand - schilling inPabsts Leonis x Hände zurückgegeben worden.Als sich aber die conjunNuren geändert/ und esendlich dahin kommen / daß Raxser Carl Vmit einer armee gegen Rom verrücket/ worzuHeryog Aiphonsus! nicht wenig coopenret/hat er Modena bey solcher gelegenheit A. 1527wieder erobert/ und seinem Hause behauptet.Um welche zeit ihm auch das Fürstenthum Dar-pi, welches sonsten der familie pio zuständigwar/gegen sechs hundert pfund goldes/zu stets-wahrendem lehn / von allerhöchst-gedachtemKaystr gereichet worden. Nachgehends hatHergog Alphonsus Ii der Kayserlichcn kam-mer/daniiter die Reichs-invelittur über allelehnbare lande für seinem Vetter (Älsrem ä'Mserlangte/200000 scudi bezahlen/ und sichs al-lenthalben viel kosten lassen müssm.
Gräntzen Die gränyen dieses HertzogthutNS sindvonModena »norgen derkirchen gebiete/ vom mittagÜenstit des berges Apennins die lande desGroß-Hertzogs zu Floreng und der Staatzu Lueca/ gegen abend das HertzogthumParma/ und gegen Mitternacht die Man-tuanischen und Mwandolamschen landeund der Po. Seine lange wird auff ftchze-hen und die breite auffzehen Teutsche meilenDessen ab- gerechnet. Man theilet es ein si) in das Her-gogthum Modena an sich selber / in welchemdie Hauptstadt gleiches nahmens nebst einercitadelle. (2) Das Heryogthum Reggio/worinnen Reggio undBersello. (z )Das Für--stenthum Carpi/ welches vormahls der fa-milie Pio zuständig gewesen/AlbertoPio aber/weil er zu gut Frantzöisch war/ A. 15V vomKayser Carl v aberkannt und Alphonso lHertz, von Modena / wie vorhin gedacht/ inlehn gegeben worden / dessen vornehmste stadtist Larpi. (4) Das Fürffenthum Correg--gio gehörte sonsten dem Hause Siro/wie aberVterdre Haupt-Hguhluug.
theilunqund für-nehmßesiadtt.
in vorigem seculo in dem Mantuanischen-kriegeder damahlige Fürst Johannes die Kayserli-chen völcker in seine sestung eingenommen hat-te / wurde er beschuldiget/ daß er falsche müntz?schlagen laßen/ und deswegen nach Wien ci-r>ret/ und als er aujftn bliebe/in200000du-ralen strasse conäcmmret: weil er solche nunnicht erlegen kunte/ward das Fürstenthum vordie summa an Spanien und von dieser Crottan den Hertzog von Modena überlassen. Derprincipal-ort heißt Correggio. (s) Die land--jchafst Frignauo/ worinnen Fanano. (6)Das tha! Larfagnaua / welches ehemahlsdenen von Bologna unterworffen gewesen/anietzo aber den Hertzog von Modena für sei-nen oberherrn erkennet/wiewohl ein theil davonauch dem Groß - Hertzog zu Florentz ^undderRepublique Lueca zustehet. Der beträcht-lichste ort darinnen ist Castel Nuovo nebst derunweit entlegenen citadelle Skonto. (7)Die Graffschaffr Rolo/ nebst einem städtgettgleiches nahmens. (8) Das landlcm di L.o-raggtochegreifft die vrter/ Metello/Roco-viüa / Bricco und Campogrande/ vondaraus alle jähr ein bar nach Modena ge-bessert werden muß / weichen man bey Ho-fe zu Hetzen pfleget. Uber die vorermeld-ten staote sind noch in diesen landen vonziemlicher /z.cczusriO , wegen
der daselbst befindlichen gesunden bäder/LMs,
Lanollo, lVlonteccüio,
(^uatl-0 callein, welches vier nahe an einanderauff so viel Hügeln gebauete schlösftrsind/^u-
bier^,8an kelice, tVlZrtino, 8Zbuo!o,8c3n6l-
so ein neues schloßist / VlilsUra , V ignola, Verucola, U. a. M.
Die fürnehmsten flösse seynd der Droikvlo, Allste,der panaro, der Lecebia «Zcc.
Übrigens ist das land sehr fruchtbar an aller- FruchtbarHand getraxde/ garten-früchten/ bohnen/^Üwein zc. sonderlich in der gegcnd Modenawnes-/und Reggio. Die Viehzucht gehet in demLhal Carfagnana wohl von statten / dahersdenn viel leder fället/ welches von den benach-barten ziemlich geld ins land einbringet.Insonderheit haben die zu Modena die opini-on/ daß sie die schönsten masquen/ die zu Reg-gio/ daß sie die besten sporen und künstlichstearbeit von bem verfertigen/ womit wie auch an-dern manufacturen auff der messe zu Mode-na/ welche jährlich den 14 Sept. angefangenund 8 tage lang cominuiret wird/ viel Handlunggeschehet. Sonsten giebt man denen Mode-^ck'.^ ^nesern das lob/ daß sie vor andern Italiänerwemwchmx,versöhnlich und gastfrey sich erweisen; denenvon Reggio/ daß sie in Verrichtungen trefflichexpeUitsinb; beyden aber/daß sie insgemeineinen guten natürlichen verstand und zu denwisjenschafften grosse neigung haben; wie siedenn mit Lortell^ kallojZio, <ZZä.7lctlnci^dem Cardinal Sadoleto und andern die zahlder gelehrten sehr verstärcket. Die einwoh-ner im thalCarsagnana sind ein unartiges/wil-des volck/darneben aber streitbar/undihremlandes - Fürsten mit ftmderbahrer treue zuge-than. ^ ^ ^
Ob alle die oberzehlte laude amserlichm Hofe noch immerzu pflege», zu schen ReichsEee ee 2 lehn^^
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