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von dem Hcrtzogthum Modena.
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noch war er dieses Marckgrafen rechtem söhne^lel-cuii vorgezogen worden/welcher aber nochnach seines unachten bruders tode A. 147t zurvölligen regierung kam. Ihme folgeteA. 1505ft'm Herr sohnHery.Zllfonsus 1,welcher mit denbeydenPäbstenJulio undLeoneX viel kriege ge-fuhret/dtts^M.isz^ sein mit seiner zweytenGe-mahlin Fr.^u^etjenVorgia/Pabst Alexan-ders vltochter/einem durch die welt bcschrye-nem unartigem weibe erzeugeter Herr söhn/HeryogHerculesii>welcher zu seinerzeit fürden reichsten Fürsten in Italien gehalten wor-den/ und diesem sein von Fr.Rmaten /K. Lud-wigs xil in Franckreich tochter/ A.iy^ hinter-lassenerHerr söhn Heryog Alfonsus il, wel-cher A. 1597 mit tode abgangen/ und keine er-ben verlassen ; dahero man auch zu Rom da-für gehalten / der Atestinische stamm sey gantzund gar ausgestorben,m",//» Denn ob wohl ein natürlicher Vetter/ nah-Sm«m. ^ mens eXlar ä'Me,ein söhn AlfonsiMarckgra-fens äe kionteccklo) (welchen letztern HertzogAlfonsus! mit einem geringen weibe i^aura Lu-ttaciüZ, eines bürgers Witwen von Ferrara/welche man ba beila kermtina nannte / erzeu-get hatte) und fuliT koboreX, einer tochter Her-tzogs Luiäi Ubaicli zu Urbino / noch vor-handen war; wolte ihn doch der Päbstlichelehn - Hof/ seines bey der vermannung dieftrwichtigen lande habenden großen interesse hal-ber/ zur erbschafft nicht zulassen. Nun hattegleichwohl Heryog Alfonsus II diesen vet-eer zu seinem erben eingesetzt/ auch bey Käy-serl. Majestäten / Kayser Maximtliano Iiund Ra^serRudolphen II,die expeÄ2ntz auffdie Neichs-lehnbare städte und lande/Modena/Reggio/ Carpi/Frignano/ Carfagnana/undandere mehr/so wohl auch die conärmation deruniverszl-erbschaft vermittelst locovOO thl.ausgewircket. Und der neue Fürst hatte sichdurch seine gure cvaäuitc bey der landschafftdermaßen beliebt gemacht/ daß die Noblesseund stadte ihn auch im Hertzogthume Ferraravor ihren rechtmäßigen Herrn aufnahmen; da-her versuchte er bey den Höfen der großen Po-tentaten in Europa durch Gesandtschaften/ obman ihm den titul von Ferrara geben würde.Am Pabstlichen Hofe aber kam er bey Ele-menten vili darmit gar übel an / und wurdeder Gesandte gar nicht zur audientz gelassen/fondern dessen Lrecktiv zerrissen. Heryogc^lar setzte sich in Positur/ des Vorhabens/sei-ne Prätention durch den degen auszuführen/und ließ einige regimenter ins Päbstliche gebie-te machiren; dargegen stellete der PäbstlicheHof den fiscalifchen proceff wider ihn an/ citir-te ihn aä peäes pontikcis, und als er nicht er-schiene/ergieng der bann wider ihn / daran ersich doch wenig kehrete / und immittetst auffdie Pabstlichen trouppen chargiren liesse»Wird bey^ Endlich verglich er sich mit dein pabsteinsuegt. gute / aus furcht / die Frantzöische waffenmögten demselben zum secours kommen/ undetwa auch die unstreitige lande in gefahr desverlusts fallen. Unter andern conMonen desVertrags war auch diese / daß er zu Romeben die ehre und prsero^ativarn 0r6ini8, wel-che vormahlen Heryog/Alfonsus genossenhaben/ das Heryogthum Ferrara demViepdte Haupt-Handlung.
pabstlichen stuhle/ die übrige Reichs-lehnbare und andere im Ferrarischen ge-legene erblande aber biß auf8OOOO krönenjahrliche intraden nebst der helsste vonder artillerie dem Heryoge verbleiben/ihm auch alle jähr tSvOO sacke mit salyfrey von imposten von der pabstl. kainmerabgefolget / und die zum Carpjschen terri-torio gehörige sümpfte rettiwiret werden/hiernechst die Modenesische lande insge-sammt/wideralle mvaüo^des kirchen-schu-yes genießen solten.Jhme HertzogLse^ri fol-geteA.1628 seinHerr sohn/H.Alfönsus Iii,wel-cher von seiner Gemahlin/Fr.Isabellen/ H.
Carl Emanuels zu Savoyen tochter/HeryogFranken gezeuget/ nach ihrem absterben aberdie regierung A.1629 an seinen söhn abtrat/undein Capuciner - münch unter dem nahmen bru-derJohann Baptista wurde/ auch in solchemstände A. 1644 das zeitliche gesegnete. Die-ser Hertz. Frany erhielt A.i6z>- vomRaxseeFerdinanden 11 das verledigte Fürstenthumdoregio zu lehn/ widmete darauff der CronSpanien seine dienste/und bekam dieVice.R.oy-sute in Catalonien benebst dem Generalat überden Ocean. Mein er blieb nicht bestandig/sondern gieng zur gegen-partey über/und com-mandirte die Frantzöische armee im Meylän-dischen/eroberte Valenza A. i6so/ und starbA.
1658 / und hat in Spanischen und Frantzöischenkriegen eine grosse renommee erworben. Erhatte zwey leibliche schwestern nach einanderin der ehe / nemlich Mariam und ViÄori2naus dem geschlechte von ?arma; die dritte Ge-mahlin aber hieß Fr. Lucretia Varbarina/H. Chadäi/ Fürstens zuPalestrina/ tochter.
Sein söhn u. Nachfolger war H. Alfonsus iv,welcher / als ein vom Podagra hefftig geplagterFürst/nicht länger als vier jähr regierte/ undmit stiner Gemahlin/k.auraXjllrtino^i3, einernahen anverwandtin des Cardinals Kls^nni»H. Fvanciscum ü zeugcce. Dieser hattekaum daszweyte jähr seines alters erreichet/als sein Herr vaterA. 1662 verstarb/ und ver-mahlete sich A. 1692 mit Margaretha Ma-ria krlmcilcz, kt3mutü II Hertzogs zu Parmatochter/starb aberA. 1694 ohne leibes - erben/und hatte seines Herrn vaters jüngsten Herrnbrudcr zum Nachfolger.
Dieses ist derDurchlauchtigste Fürst und Se. jetzk^Herr/Herr Rainaldus/welcher A. i6ss geboh-MA^ren / und deni geistlichen stände gewidmet wur- Durchl. j»!de / vermöge dessen er A. 1686 die würde eines
Cardinals - vi^coni erlangete. Jedoch alsH. Franciscus 11 vorerzehlter massen A. 1694mit tode abgieng/wurden Se. HochfürstlicheDurch!, bewogen/um cUssenlation zu ablegungdes Cardinals'huts/ und antretung der regie-rung des Hertzogthums Modena anzuhal-ten.
Der sAuz renuncistioniz solcher Eardinals-würde geschähe hierauf folgender Massen:
Den 16(26)Februarii letzt-gedachtes jah-Niederle-res langete sein Minister bey dem PabstlichenHose an/ mit dem vermeiden / was massen sein Hutes.Herr Principal/Cardinal ä'Me und Hertzogzu Modena/ nach tödtlichem hintritt seinesHerrn vetters/in erwegung selbiger keine erbenhinterlassen / durch inständiges zureden derEee ee Stän-