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Des Europäischen Herolds vierdte Haupt-Handlung
Nach diesen folgen Antonia,Li6i ?3N0 , Loüona-ta^Lragnona^aven^a, ^avacbio,^larco, Sonera,
Natürl, w Nicola, und andere geringe örter mehr. So!?ssab"n"^ klein nun der bezirck dieser landschafft ist/so sehrwerden sie wegen der sonderbaren fruchtbar-keitund angenehmen gegenden gerühmet; in-Massen darinnen ein Überfluß an citronen/ po-memnyen/olwen-baumen und allem andem/was zu unterhalt des menschlichen lebens vonNöthen/anzutreffen. Unweit Carrara wirdin den stein - brüchen der vortrefflichste weißemarmor in solcher menge und starcke gehauen/daß man grosse seulen und taffeln aus einemstücke arbeiten/ und damitsowohlgantzIta-lien/ als auchFranckreich/ Engelland:c. zur ge-nüge versehen kanzworzu gar viel vortheilhafft/daß diese marmor-brüche nicht allzu ferne vommee:e entlegen/und diesem nach die ungeheurenlasten auffwaltzen ohne grosse kosten könnenzu schiffe gebracht werden.
Arider ein, Die emwohner haben das lob/daß sie gute«phtm. und dauerhafte soldaten abgeben/ und von denCarraesischen frauenzimmer wird gesagt/ daßsie an schönheit vor andern in Italien den Vor-zug haben. . ,Zelmdarkeit souverainite diefts Fürsten ange-het/ so wird man sich darvon keinen andern con-cept zu machen haben/als von vielen andernJtalianischen Fürsten / daß er nemlich in sei-nem lande zwar die ober-herrschafft exercire/demRöm.Reich aber doch mit lehns-pflicht ver-wandt sey/ welches auch die an dem Kayftrli-chen Hof zu zweyenmahlen gesuchte und erlang-te erhöhung des tituls genugsam andeutet.Ausser dem stehet er umer Spanischem schütz/von welcherCwn er ehemahls jährliche lullengezogen/um seinegarnisonen desto beftcrzu be-zahlen.
Titul uns Seines eituls ist oben bereits erwehnungtvapea. geschehen/ und begreifft selbiger nichts andersals die- ländereyen und herrschafften/ die ihmwürcklich zugehören. Was er sich vor eineswapens bediene/ können wir zwar so eigentlichnicht melden/ vermuthlich aber wird es wenigunterschieden seyn von dem / so vorgedachter
Cardinal Cibo gebrauchet / als welches bestün-de in einem zweymahl überzwerch aespaltenenfchilde / dessen oberste feldung gelb und denReichs-adler in seinen klauen einen silber-farb-nenzettelhaltend/worinnendas wort1A 5 geschrieben/ vorstellte/vermuthlich wegendes Hertzogthums Maßa; die mittelste/ wel-che silbern/zeiget ein rothes creutz; in der unter-sten/ die roth gefarbet/ gehet schregrechts einedreyfache blau und weiß geschachtete straffe/welches das Ciboische stam»n - wapen ist;
Massen das Griechische wort , worvondieses geschlechte/ das aus Griechenland sichnach Genua begeben/den nahmen führet/ einegevierdte figur andeutet.
Zur nothdürfftigen äefenlion könte dieser SeemachtHertzog zOOv zu fuß und zvozu pferd ins ftld undemkMstellen; allein die wenigen einkünffte/welche mitdenen aus ven Neapolitanischen ländereyenaus 8OOoc> feudi sich belauffen/würden zu derenUnterhaltung schwerlich zureichen; dannenheroer sich auch befleißiget / mit seinen benachbartenin gutem vernehmen zu stehen.
Seine residentz undprincipalste sestungistMaßa mit einem starcken bergschloß. Imübrigen hat er sich von dem Groß-Hertzog zuFlorentz oder einigen andern JtaliänischenFürsten nichts böses zu besorgen/weil so wohldie Cron Spanien/ als auch die NepubliqueGenua/ ihm so dann genugsam succurs zukom-men lassen würden; mit Franckrcich aber hater keine gelegenheit zur collilion, würde auchallen Jtalianischen Potentaten darangelegenseyn/ daß selbige Crone sich in diesen landennicht einnistelte. Was aber der Fürst in ge-genwartigem krieg vor einer parthey favori-sire/ hat sich noch nicht geäussert; iedoch istzu glauben/ daß er wegen der gefährlichennachbarschafft der Spanischen festungen auffdero Hetrurischen küftcn sich mehr auff diepolleclixende seite^neigen/ oder wenigstens einegenaue Neutralität beobachten werde.
Die religion ist Römisch-Catholisch/undzuMaßa hat es einen Bischoff/ wie oben berichtetworden.
erBierdtm »aupt-Wandlung
MundterWaupt-Mheil:
Vom
mtzogtyumMirandula.
Ursprung
deSPicischeu
geschl^chtS.
Aß die familke derer picl,welchen diefts Hertzog-thum zugehöret / schon vonvielen jahrhundemn herin Italien in grosser re-
putation gewesen/ kan aus
der Historie zur genüge bewähret werden; undist demnach unnöthig/daß man beyder fabel-hafften erzehlung/ als ob Kaysers Constantii
Princeßin tochter LuricZice> nachdem sie voneinem/ nahmens ^sn5re6o, heimlich entführetund geschwängert worden/drey söhne/kicum,?lum,?apa^onum,auffeinmahl zur welt geboh-ren/ und also gelegenheit gegeben/ daß derort/ wo solche ungewöhnliche niederkunfft ge-schehen/den nahmen Miranda bekommen ha-ben soll/sich lange auffhalte. Gewiß ists/ daßdieses geschlecht seit dem ansang des i-ten secu-
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