von dem fteyen Hettzoglh um Loth aringen. 757^
scheinet ein güldenes schildlein mit einer schräg- fallen jährlich 200000 krönen eingehoben/und
rechts durchgehenden^ breiten rochen straffe / die remen aus den fischcreyen mit 16000 pfund
darauf drey silberne vöglein (obs adler / oder francken verstärket werden können. Uberdiß
lerchen oder tauben sind/ ist ungewiß) schwe- ertragen die mineralischen gruben/ höltzer/ ftl-
bemzum merckmahl und ehren-zeichen des Her- derund wiesen ein grosses /daß man auchdahe-
tzogrhums Ostharingen. Auf dem güld- ro nicht Ursache haben solte / die unterthanen
nen Helme lieget ein von golde und rother seide mitzöllen und auflagen zu beschweren. Sin-
gcdrchet cüe,a-m ; darauf eine güldene crone temahln diese eine gute nahrung haben / und
liegt/ob welcher ein ausgebreiteter mit golde ge- stattlich gewerbe mit edelsteinen und perlen/
kröntet weisser adler schwebet. Die Helm- welche ihnen das land schencket / wie auch mit
decken si'nd roth/gelbe und weiß. Zu schild- andern fruchten und mZnufaAuren treiben,
buttern sindzween gekrönte adler verordnet/ Der pferde-gläser-spiegel-und wollen-Handel
deren jeder einen rvsenkrantz oder l^ter noüer wirfft ihnen auch viel ab.mit angehangenem Lotharingischen creutze am An kriegs-macht istdiestrHertzog ziemlich Die meW
halse trägt. Den gantzen schitd bekleidet der ccmNUerable; massen er denn/ wie aus den ge-
Hertzogliche mantest/ darinnen gleichsam wie- schichten des Teutschen krieges wahrzunehmen/
derschems-weise die wapen - schilder mit ihren fast immerfort besondere armeen unterhalten,
metallen und färben gcsticket erscheinen; dessen Welche macht sich Franckreich zu seinem gros-
füttel'ung ist von schwach getippten Hermelins- fen vortheil und des Hertzogs unbeschreiblichen
fellen. crv 6e guerrewder das K.stharin- schaden wohl zu gebrauchen weiß,gische wort ist voll dem castell an der Mosel An zuverläßigen vestungen / als XKM,
genomlnen/ auf dessn hohen thurme eine ^o^e.ivic, b öcc. darunter weylanb
grosse stürm - giocke ^anäeguerre oder der Nancy den preiß geführt/ / mangelt es dem
kriegs-bote gehangen/dahero auch dieHertzo- Hertzogthume auch nicht: Und dienen selbige
ge den nahmen des schlosscs selbst zu ihrer kriegs- der Cron Franckreich zur starcken vormaur.losüng gebraucht.. Die reltgisns - Übung in diesem Hertzog- Kirchm-
IrühMe diestln hochansehnlichen gefchlecht sind thum ist zwar durchgehends Römisch Cutho-
der und 'au aufler den alten Rönigen zu Jerusalem/ zu lisch / jedoch findet man keine Vistthümer
N/' ^ Sacilien und Arragonien/ und Herzogen darinnen angerichtet. Hingegen gibts desto
WM" Zu Ostharingen / in den nächsten 300 jährest mehr klöster und Abtexem Zu psnt ^
berühmt gewesen: Mousson hat der Cardinal von Lotharingen/
Viil Cardinale. Carl/A. 157z eine Universität gestifftet/und sol-
,v che der Jesuiten aussieht untergeben / welche
" AZ-L? "e. Pabst (Zrexorms X!li mit eitlem tömwrio für
VllDlschosse. - dkSch-ttländ-rv-rmchrtt..
V Ronigi?mett/und Die vornehmsten anspräche der Hertzogs Ansprüche
ZV Acbtißinnen. in Lotharingen/ ausser den oberwchmen / seynd
NN Ans dasNigrsich^m^
neu besondern nahmen / und wird Graf von Jerusalem/ Königreich Ncspolis und Gi- NeupotzVaudemsnt geschrieben. So lang als er cilicn/wegen der nahen anvewandschafft die-SMirw ^aufler der ehe lebt / schreibt er sich auch Marek- ses Hauses mit der familie von Anstu; und hier-graseu zu l'ont ä ^oulwn; nachdem er aber ver- nechst fordern sie von dem Römischen Reich ei-Heyrathet/ führet er das pr^clich Herysg von ne Million Reichsthaler wegen derer in demVarr. Weil der alte Hertzog Cm l aus der Teutschen kriege aufgewandter Unkosten. 'ersten ehe keine erben hatte/ hat er seinem aus Solte im übrigen die Crone Franckreichzweyter ehe erzeugtem Herrn söhne das jederzeit bey ihrer itzigen grossen macht verblei-ch ?nnce äe Vauäerrwnt beygeleget. Ob aber ben/so wird sich der Hertzog mich derselben rich-diese andere ehe vor ächt zu halten / und der ten müssn/wie sehr ihn auch husten seine psiichtPrintz zur succetlisn der lande legmmiret wer- und interesse an den Kaystr und das Reich ver»den können/ist dahero zu zweiffeln/ weil nicht er/ bindet; inmassm denn unlängstverlauten wo!-sondern sein Herr vetterHertzog Carl/als nach- te/ob habe ihm der König in Franckreich zugc-stcr succhecUret hat. muthet/so lange nebst seiner GemalM zu Pa-Emk.'-Iffte 'Die!N7k^l)LN des Hertzogthums sol- ris zu wohnen / biß gegenwärtiger kriegdes lcn sich auf ein gar hohes / nemlieh 700000 seine endschafft erreichet habenkronen/belauffcn; gestalt dann an den saltz-ge-
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