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Des Europäischen Herolds vicrdte Haupt-Handlung
auffm rücken oder auf der schultet trüge / we-der civillter noch crimiltJüdel- belanget werdenkonte. Ja sie brachten die Herren und Edel-leute in Franckreich / Engel - und Teutsch-land dahin/ daß sie ihre herrschassten und gu-ter denen Geistlichen per LvcibvnLM und umhalb geld verkauften / damit sie dieworzu sie sich durch gethanes gelübde eingelas-sen hatten / mit thun mögten. Die Päpstli-chen Legaten beredeten ihrer viele/ daß sie ihreguter aufn sali des nicht wiederkommens/ undalso entweder durchs schenckungen von todeswegen/ oder vermachmiß-weise überließen.Unter diesem pr^textwurde auch denen lauten/ja selbst der Geistligkeit ihre cinkünffte zumthei! abgeschatzet/ und der beute! wohl geftget.Welches auch dadurch zu wercke gerichtet wur-de/ indem man grösten theils durch Francis-cancr und Dominicaner die leute von solchergelübde des heyden-zugs absolvirte/ und ihnenso viel gelbs abnähme/ als sie auf die meer-fahrt und zug hatten wenden müssen: denn esgalt gleich/ob einer sein leben im zug bu^rckr-te/ oder die exemuon davon erkausste/ gnugwar es/ wenn er mit geide das seinige that.Durch diese und andere unzählbare ^Zumen.Wi25 extorstonsLzwie sie Matthaus von Parisnennet/ hat man viel leute an den bettelstab undins exlUum gebracht.
Mhkimmß öu Vermehrung des kirchemschayes halsdev qetsti a^auch viel das geheimmß der geistlichenarmuth/ dessen sich die Pabstliche rentkam-mer gar zeilig zu bedienen angefangen. Manhatte wahrgenommen/ daß die christen demarmuth/zumahl denen/ welche sich in wälderund einoden/der heydnischen vessolgung halbe:/begeben/ etwas zur beysteur und ihrem unter-halt zuzuwerssen geneigt waren/ darum bega-ben ihrer viel/und darunter starcke Müßiggän-ger/ sich in einsiedeleyen und das kloster-leben. Also wurden unter des ^nci5ci, ö»neäi-M und vieler andern/
ihres äußerlich-heiligen/obwohl auch mit vie-len lächerlichen possm verführten Wesens hal-ber/berühmter manner regulen vieterhand Or-den gcstiKet/ welchen allesilmmt vornehmlichdas vmum paupert^tis eingebunden wurde.Ob nun gleich die Ordens-brüder nichts eigen-thümliches besitzen durssten/ sondern von tagzu tage denleuten mit den'.bettel-sackevordenthüren lagen; machten sie doch durch die vielenallmosm und eoüeclcn die klöstcr so reich/ daßdie bettel-orden endlich am reichrhum alle an-dere übertreffen. Ja es war dieses grcanum^ der geistlichen armuth dem stuhl zu Rom alsod^surträglich/ daß man die bettel-münche/son-Pabsksstcur-derlich ^ranciscaner/ zu ordinär-emnch-cilMsl^zer. gefalle / und erpre-
ften gelder in gantz Europa couMwirte/ sievon einer Provintz zur andern ziehen/ und geldzusammen stoppeln ließ. Welche sich auchöfters sehr stattlich heraus stassiret/ auf kost-baren pftrden mit vergüldeten satteln undge-zeugen/ in stiefeln und sporcn/ nebst einer an-sehnlichen bcdicnung herum geritten/und ie-Stasel ai- derman aufs strengstegeschneutzet.Ier Es ist bald eingangs berühret worden/ wie
ne°sta?u? ^ der Pabstliche stuhl die ssape! der cli!pcn!/-utt-kummov ilz-nen/ zumahl in verbotenen Zraclibus, aus-
gerichtet. Diese zulassungen und äispenlizmone; brachten der Clerisey und der Römischenrent-kammer einen überaus reichen schätz zu/und damit die gebühren desto öffter kommenmögten/ hat man die ehen auch in denen Zrsäi.bus verboten/ welche GOTT und die welt-liche Obrigkeit sonst zugelassen / nemlich imsiebenden grad der blutsteundschafft/und imvierdten der schwägerschafft. Ja man hat sogar die cognsttonem spirituslem zwischen pa-then und tauff- kindern erfunden / und auf dieverheyrathung solcher Personen verbot geleget.Hingegen hat man auch ums geld die ehen wie-derum geschieden/ und also allenthalben/ abson-derlich von den reichen und mächtigen der welt/seine erndte gehabt. Die casus relerv^tt ^ wieauch die lacra peenitenttana und deren taxz, ha-ben die Päbstliche kammer nicht weniger wohlbespicket. Die renovattones aller Päbftlichenbullen/ conceüionen und iallulgentien/ welchevon jedem neuen Pabste gesuchet und erlangetwerden müssen/ die verkaufung aller Päbftli-chen hoHänmr/ und die krämerey mit allemdem/ was nur ersonnen und erlanget werdenkan/hat dem stuhl zu Rom einen unbeschreibli-chen schätz zu wege gebracht. AusFranckreichallein hat man hiebevor jährlich 28 tonnen gol-des gerechnet / die nach Rom gekommen.Aus der gantzen Christenheit soll allein derab--taß/da er noch im werthe gewesen/ bey die hun-dert tonnen goldes in diePäbstliche küm-mern gebracht haben. Was hin und wiederin klöstern/stifftern/kirchen/ capellen und clau-sen vor ein grosser reichthum/ theils an baaremgelde/ theils an güldenen / silbernen und andernkoftbarkeiten und eoelgestemen vorhanden / sol-ches ist unbeschreiblich. Der schätz zuin der 5anta Lata hat den kostbarsten reichthuman kleinodien in der welt. So hat auch diekirches.juttmX zu^äua allein jahrlich über1OQOOO ducaten einkommen/ und tragen dieallmosen vor d. /Vraonium grosse schätze. 5. vi-cbonz und der Bsrnabiten zu Meyland / wieauch 5. in Franckreich/und der grossen
cinkünffte derer Spanischen Stiffler vorietzozu geschtvcigen; dergestalt / daß / wenn derPabstliche stuhl diese reichthümcr angreiftenund soldaten dafür werben wolle / er sonderzwölftel gantz Europa braviren könte.
Bey dem reichen geld-erwerbe hatte es nun ,stin bewenden nicht / denn es erfordert der SraaterfmStaat der pabstlichen Monarchie auch^daMlander und teure. Ob der Römisthe hos/ bey leute.strebung nach weltlichem Fürsten thun:/ baldanfangs das kluge lleiiem gehabt/ daß / wenndie oben berührte geistliche gewerbe von der .Christenheit aemcrcket und verworffen wür-den / man alsdenn mittel hätte den Staatgleichwohl zu führen; will ich eben vor keinegewißheit halten. Dieses aber ist sicher/nach-dem die Kayserliche autoritär obangcregteemass'n in Italien verfallen/und die Pabste zuRom die krümmer aufzuleftn / und sich einigerlande zu bemächtigen keine gelegenheit versäu-met/ es ihnen auch so ziemlich wohl geglückct/daß ihnen die^ongobarder/ bey conNimmlugihres neuen Königreichs in Italien / verschiede-ne feine laude hinge lassen/ welche sie ummntiwlder vom Äasscp Eonüantms dem Gros-se!?
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