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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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525
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von dem Frey-Staate der vereinigten Niederlande.

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Niedern tage; denn sie sind ge-gen Hoch-Teutschland etwasniedrig gelegen / und warenvorzeiten ein theil 6M- kelZi-cse. Welche grosse landschafft sich vor diesemvon Unter-Ei saß an / biß indasmtttagigeVON Holland/ oder lalulam Kacavorum,und VONdemRheinstrom an biß in den Oceanum kri-tanmcum an der Seine hin erstrecket/ und die-sen Niederlanden hernach den nahmen kelAii(welches sonst eigentlich vorzeiten ein besondersalso genannter strich landes in (ZMa an denwassern 8amara undOelis oder llara gewesen)gegeben haben mag. juiius e-elsr hat es derRömischen Nepublique zum besten conquelkret/und eine zeitlang eine garnison von drey leZio-nen mannschafft darein geleget. Dieser theilTeutschlands ist auch Flandern allein genen-net worden/ weil diese landschafft an gewaltund Herrlichkeit hiebevor einen besondern Vor-zug/und die starckste commercien gehabt/ auchdadurch in Europa am meisten bekandt wor-den. Den nahmen der vereinigten provin«yien führen aus dem gesamten Niederlandenur sieben alliirte landschafften / nemlichHolland / Seeland/ Geldern/ Utrecht/Ober-Ißel/Frießland und Groningen/undsind allhier allein die materie unserer Hand-lung.

Ehe wir aber zu dem berichte der Vereinigungschreiten/ist vorher nöthig zu wissen / in was zu-stande diese sieben Provintzien gewesen/ ehe dieRepublique in denenselben aufgerichtet worden.Aavier ^vd zwar die besonders also genannte Baca-Mndmit vier/welche zwischen dem Rheinstrome undÄ?" ^ Wahl wohneten/belangend/da kan nicht ge-laugnet werden / daß die Römer selbe zum ge-horsam/und das land in die form einer Provintzgebracht; wiewol mit dieser übriggelassenengrossen freyheit/ daß sie nicht nur ihre Magi-strats-Personen und Regenten aus ihrer Na-tion erwehlen dörffen/ sondern auch der Römi-schen Monarchie zu etwas weiters nicht/ alszur kriegs-Association verbunden gewesen.Daher diese obüZation mehr vor eine bunds-verwandniß/ alswahrhasste provinzial-unter-gebenheit zu achten ist.

Tntkechen Zu Kayser Nerons zeiten haben so wohl dieUschis,. Batavier/als Ht'e nachbaren/ dieFrießlan-r«v,uy.° 'der/ sich des Römischen aus solchem inTquali5«äcre herrührenden ober-gewaltsund tragen-

den observantz/ samt der aufhabenden schatzungentbrochen; undsind diese/ so viel man Nach-richt hat/gar nie wieder unter des alten Römi-schen Reichs gehorsam kommen; jene aber ha-ben sich wieder auf eine Zeitlang zur vorigen D,--schuldigkeit bringen lassen müssen. Die Frie- fonmre», ei-sen sind an volcke und macht bald groß/und ihreRegenten Könige genennet worden. Jedochhat man deren keine genaue wissenschafft. Undführet ubko Lmmiuz in seinem buche Ue krssio-rum ssepublics die Friesischen gelchichte nur vomjähre Christi 449 her/als diese Nation mit denSachsen in Brittannien gezogen. Umsjähr Christi 679 hat Wilfried/ der Bischofszu Iorck/aufder reise nach Rom/in Frießland/dahin ihn die winde getrieben/ den Fürsten/oderwie ihn öe6s nennet/ den König älcleßMumbesuchet/ und ihn samt der Nation zum christ-lichen glauben bekehret. Jhmhatlucceäiretsein söhn Rathbode/ welcher das,Christen-thum wieder ausgerottet/ biß er von?ipinoLras-lo,demGroß-Hofmeister -nFranckreich/zur rai-son gebracht worden. Dieser zwang hat ihln^. ,zwar das l>ropo5 gemacht/ A.7H zu Me-ZModedenblick sich tauffen zu lassen : Als er aber tauff?« lassenbey währender muffhandlung und da er schonden einen fuß in dem tauffwasser gehabt/ auffbefragen / wo der meiste theil stiner vor-fahren hinkommen/ob sie im Himmel oderder Holle waren ? berichtet worden/der mei-ste theil wäre verdammt/ hat er den fuß zu-rück gezogen/ mit der resolution: Es wärebesser einheyde und bey der grösten com--pagnie zu seyn. Denn es hatte ihm der teuf-fel drey tage lang unvergleichliche schätze ver-heisien/ und ihn damit verblendet; ihm aberauch bald darauff den lohn gegeben/ und ihnplötzlich Hingerasset. Dessen fihne warenRathbode und Aldegill/deren dieser denstamm sortgepflantzet/ und von Kayser Carlndem Grossen überwunden worden. Es wirdaber dieser Friesischen Regenten allhier deshal-ber erwehnung gethan/ dieweil sie fast dasgantze land der itzigen sieben Provintzien be-herrschet/und gegen abend die Maaße/ gegenmorgen aber die Weser zugranym ihres ze-pters gehabt.

Als im mittel des neundten leculi die bar- Unfall derbarischen völcker/vorncmlichNormanncr und i,iDanen / ihre starcke cxcuflioaes in Teutschland de.und das Fränckische Reich gethan / sind sieauch in diese lande gefallen/ und haben selbigeeingenommen/ auch die nahmen Hott - undUuu z See-