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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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Des Europäischen Herolds dritte Haupt-Handlung

auch unter Catholischen der allereintzige in dem Päbstlichen stuhl zu rechte kommen könten.gantz Europa ist/ welcher die Geiftligkeitvon Gegen ^rma hat der Staat eben kein grossesdem Cl'vil-Gouvernement ausschliesset/ und zu intercsse/ ausser daß ihm daran gelegen daßRom keine pensiovarik),, sondern die regul hat/ derselbe Hertzog in das Hertzogthum Lsttro re-sich um des Pabsts wähl wenig zu bekümmern, lkrmret würde- Vor diese und andere guteDessen allen ungeachtet Unterlast der Staat Vorsorge hat der Hertzog gegen die Republiquenicht/ den Pabst durch msZni6que Gefluid- besondere obUgaric.ii.schafften und auffnahmederPäbstlichen^po- Mit Genua hat der Staat m vorigen zeltenei zur !>lobillZ 6, Veneria zu vcrgnügenzdargegen durch drey secuta durch/wegen der ober -herr-der Pabji auch höfflich ist/und in währenden schafft zur ste/auch um gewisser anderen nützli-Aircken - kriegen die zehnden von der Cleristy/ chen respecten willen/neun schwere kriege gefüh-so wohl auch die einziehung einiger klöster/zu- ret; und ob schon beyde itzo mit einander in ruhezulasten/weniger nicht die Venetianer bey de-- stehen / so ist die snimoluat doch nicht gantzlichnen Promotionen/ die ea kaveur der gekrönten ausgerottet / sondern wird wohl ewig währen.Häupter geschehen/ mit zu bedcncken pflegt. Denn Venedig/ welches denen GenuesernsoEs ist noch ein mittel zu Unterhaltung guter offt haare lassen müssen / erkennet diesen StaatinreliiAentz zwischen diesen beyden gewälten/ vor jUoux über seine macht und Hoheit. Undziemlich die jalousie gegen Spanien / und das die Genueser erinnern sich denn auch der hiebe-gemeine wider die Spanische macht in Italien vor über jene sxerc.rten see-äominauon, und er-habende interesse. Welche bände Spanien haltenen vielen siege,wohl kennet / und niemahls etwas gesparet / Mit denen Graubündeern kan der Staatselbige mit guter art zu trennen. sich desto eher wohl vertragen/weil beyde ein ge-Angesehen der Groß-Heryog zu lolcana mein interesse gegen ihre Nachbarn / die Spa-den grossem credit in Italien ist/ so befleißiget nier/ haben / wenn es zumahl an die bemäch-sich der Staat einer guten Verständnis mit tigung des ValreUns gehen solte; absonderlichdemselben; welches man aus dem Handel/ aber/wann das hauß Oesterreich seineprXten.den A. 1670 der comre cie Ligliore und lmn auf das Hertzogthum Meyland glücklichckel'e ^cN-zräi, beyde Ambassadeurs von obe- ausführen solte: Denn durch itztgedachres v.u.dienz zu Rom / dieser vor Florentz/ jener vor relm könte dieses Hertzogthum zur furcht desSavoyen/ am Päbstlichen hoffe wegen stritti- gantzen Italien mir den Oesterreichischen erb-gen ceremoviels mit einander hatten / aller- landen conjung-ret und die Passage allen andernVings wahrnehmen können. Und ob zwar verschlossen werden. Jnmassen zu ansang die-daher die slkeäiori sich etwas alteriren möch- ses 8ecuU von ?leclro I-lenrigue? äi loicclo ^te/ indem die stadt Livorno sich zum schaden Grafs von kuenrez, Königlich - Spanischerder commercien zu Venedig grösser und reicher Gouverneur zu Meyland/ mit erbauung desmachet; so-muß man doch geschehen lassen/ ?orrecU?ueme5amvago äi como den ansangwas nicht zu ändern ist/ und sich damit trösten/ zu diesem vorhaben geleget hat.. Denn esdaß der Groß-Hertzog einen theil von Livor- commandiret diese festung und gräntz-paß nichtno / nemlich die neue stadt/ Venedig zu ehren/ nur die angelegene seen/ sondern auch den ein-Veneria nova genennet hat. gang ins Vatrelin. Wider die daher besor-Jn nicht minderer guten freundschafft ste- gende ungelegenheit haben zwar dieVenetia-het der Staat auch mit dem Heryog zu ner Anno i6Oz auffrischem fuß/so zu sagen/mitMantua: welches unter andern auch diese denen Bündnern sich alliiret: weil aber die Hee-

sen helffen/ sondern auch denselben Hertzog bündnißsich doch wohl wiederfinden möchte/bey der possell'vieser lande mit geschützet hat. wenn die noch an mann gienge. Mit denenUnd sind die fürnehmste Herren 5en-,rore5 zu Aydgenossen in der Schweis ist auch eingutVenedig des Heryog Carls 11 beste Staats- Verständnis obhanden/welches die Staats-Re-Rathe gewestn. Und wenn ie ein Hertzog zu sidenten zu Vern und Furch wohl zu unterhal-Mantua durch allzuviele inclicalion an Spa- ten wissen; inmassen man denn zur kriegö - zeitwen / oder auch wohl itziger zeit an die Cron die infanterie in denen Cantons wirbt.Franckreich/ dem Staat schädlich seyn wolte / Von dem Heryog zu Savoyen scheidetwürde er sich wohl wenig regen können / indem den Staat allhier ziemlicher Massen die prTren-die -mporcamengrantz-sestungen k>el'cbiera am lwll auf das Königreich Cxpcrn; worbey die61 Qarda oder vielmehr am flusse ^lincio, Republique mehr als der Hertzog gegründet zuund l.i'8"280 am fiuß ihn gleichsam im ftyn vermeynet. Itzo da derselbe mit derCronzaum halten. Sie haben dennoch nicht gerne Franckreich in genauer alliantz stehet/ist sie destogesthen/daß er vormahls Anno 1681 das beflr- weniger dahin geneigt und siehet wohl/was dietzungs-recht zu La5a! an die Cron Franckreich vereinigte Spanische undFrantzöische macht/verkausst/ welche aber Anno 169s den Franzöi- deren armeen dieser Hertzog eine zeitlang alssehen Händen durch die tapfferkeit der Kayserli- (ZerieraUilimuz commandiret hat/ vor gefährli-chen und dero Alliirten wiederum entrissen che conseguennen nach sich ziehet. Sonstenwurde. ^ ist es wahr/ was der berühmte ?rocurarore. Mit dem Fürstlichen Hause K5o6ena unter- 8 MU. Ven. von ihnen saget: cUe remonohält man auch gutes vernehmen/und sähe lieber/ ugualmente i! Klago e i! lbcccirto cie' yranceil,es hatte selbiges das Hertzogthum kerrsra wie- daß ste so wohl das joch als die hülste derder; weildieVenmanermitihmeeheralsmit Frauyosen befürchten. Siepflegetenauch

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