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von dem freyen Staate zu Venedig.
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wähl abzulesen/und dl'e^voAaciori,die Häupterausdem^viieZic, derZehender-Herren/ deß-gleichen die cenlores pflegen zu schweren/ daß sie
beydieserwahjdie 5rZtms des Lon^üo beob-achten wollen. Die ^lobiji greiffen nach demlose /und werden zu wehlern verordnet. Ih-rer sind jedesmal)! sechs und drepßig /und ma-chen vier mani oder sonderbahre rotten/ und je-de nimmt einen besondern compeurorn an.Zur balori 'rung sind auf drey guen^ons, we!6)edie höhe eines mannes haben / drey steinernekrügegestellet/ aus welchen die kugeln gehobenwerden.
Die anzahl der glieder dieses grossenMM Raths erstreckt sich öffters aufzwex tausendMMch^nffhundert Personen/und noch wohl dar-über / welche ihren Adel und Patricia durchgnugsame bescheinigung vorher beweisen müs-sen/ehe sie in das Lonclsve des grossen Rathstreten dürffen.
Ob aber wohl mehrgedachter grosse Rathdas gange corpo des Adels in sich begreifft/so hat er dennoch nicht alle gewalt der Re-. M,-. publique. Allermassen die Majestäts-" zm! rechte sich zwischen ihme und dem?reZz6!
nimmt/die privilegirte snchen/ nemlich dervornehmen geistlichen Personen/und bsne-Kcien beurtheilet / die stceitigkeiren zwi-schen bluts-fceunden entscheidet/ und son-sten jede sache/ wohln sie gehöret/ weiset/und die psrre oder relolmloaes allda mheilen
lasset..
Es ist dieses Kollegium auch befugt den^ßgäl zu convociren/gleichwie es aber auch
durch eine reciprocirjjche 6e^enc!elitz dessen par-te oder vcclere exequiret. Eines dieser hohen
Mdm, ^r Zenar verthcilen; also daß jener/ wie ob-M ?rexzc!i ermeldet/die auroritat der gestge/die Wahl
derMagistrats-personen /und die gliederaller eolleßien zu bestellen hat/ also auch diß-falls mehr als der Lenar ist: dem Lensc aberkommt zu die krtegs,und sriedens-gewalt/das alllang-wesen/imposten/zolle und ge-leite /keglemem der münge/aufsicht über dasfinany-wesen/vergebung der kriegs - char-gen zur see und lande/ja aller caricke ä tempoZwelche nur zu gewisser nothzeit besetzet werden/wie auch das Gesandschaffts-recht /und wasdiesen hohen Regalien mehr anhängig ist. Al-so ließe sich nicht übel siegen/daß die Hoheit gleichgetheilet sey/nemlich zwischen dem gantzen corpodes Adels und dem ausschuße oder ConNglw cNkreAaäi. Auß dieser communicarivn der Ho-heit/so an beyde hohe Lollegia geschehen / ent-springen jezuweilen <lii?erent-en über der juris-HZion; welche aber ohne weitläufftigkeit undgrosses unwesen erörtert werden.
Das CM. EhewirunsaberzudesLonligtio cN preßacflsimzuVe^betrachtung wenden / wollen wir das eo t..n'i»s. l. L-e 1 u , welches gleichsam der hals istdes politischen cörpers/und aufwelchem dashöchste ansehen des voge beruhet / und allwo erauf einem stuhlgleich einem throne sitzet/ vorhermit kurtzen vorstellen. Dieses wird nun mit26 dlobili besetzt/als dem Doge und sechsten,kßlieri, deßgleichen mit drey vepuurten vonder peinlichen kammer / (^api cli (^varsnta ge-nannt / welche alle 2 monate verändert wer-den. ferner mit sechs Ssvi granlli, welcheaus dem Senat clepuriret sind, slnd sernerfÜnssSav» äeTerra ?erma ; und endlich fünss'8avi lls gpvrclioi, welche vorzeiten die ^.6mira-l-täts-sachen verwaltet. Daß also dieses^8'um eine Versammlung ist der fürnehm-^kichtM. sten glieder des Staats/welches allen an-dern Staats-verjammlungen die affairesaustheilet / den fremden (Sesandten undtNimstres/Gcncralen der armeen uud an-dern grossen Officirern audieng gibt / allebriefe und einlauffende memvrislien an-
Raths-^olleZiotum propomret/ das andere6ltpvniret/ und gehen alle conllüa cle concerro.
Zeit wahrendes karerregm darff kein fremderMnitter ins LoUegium komme!) / ausser dascoaäolentz - compkmenc über des letztern Dogetod abzulegen/ denn in solcher zeit stehen allhieealle affaires stille.
Obgedachte sechs ^onflgl'leki wttden insge-mein des Doge Räthe genennet/wiewohl siein der chat der Simons Räthe seynd» Ihreanzahl richtet sch nach der zahl derer sechs Hei-le/ oder leMeri dersiadt/ und ist iedet unter ih-nen das Haupt des lettiero , darinnen er woh-net.
Oer Senat oder pregslli, welchen man den Dee MgekKengeruRath nennen könte/ist oas wichtig-Rath ob?xste Staats -Lolleßiunr, und gleichsam der^^'wagen des politischen cörpers; oder wiees einige nennen/ die seele des Staats. Al-lermasscn alhier alle wichtige Staats-geschäff-te zu krieg-und friedens-zeiten ihren Ursprungund wesen empfangen; und wo der gantzeStaat in allen seinen Heilen balanciret/ und -in richtige Ksrmome versetzet wird: Dennallhier handelt man von kriegs-anstalten/frie-dens-handlungen/ bündnüssen/ erwehlungderCapitain-Generalen/Proveditorn der arme-en/und allerOfficker/so ein wichtiges eomman-do bey der militz haben. Hieselbst ernennetman auch die Ambassadeurs/ reguliret die >m»xotten/ erwehlet alle die jenigen/ so Mitgliederdes collegio seyn sollen/ u. d.m. Den nahmen?regacli hat der Senat daher bekommen/ weilsich derselbe vor diesen niemahls als bey enra-orcünairen fällen versammlete/und weil manalsdenn die vornehmsten bürger daselbst ihrgmachten zu geben erbitten ließ. Dieser krs-xack versammlet sich alle Mittwoche und sonna^bend: Jedoch kan derwöchner unter den Saviden ?i-egac!i ausserordentlicher weise halten lassen / so ferne die affairen eine geschwinde clel».beratwn vom Senat erfordern.
In diesen drey hohen Raths-versammlun-^gen/ nemlich in dem grossenRaH/ in dem Senatoder preßacjj/ und in dem (^ollegio pr^lllliretjl (^onllgljLtro , öder der höchste Rath denSieben - Herren / und dieses ist derDoge nebst seinen 6 ^onllglien,welchem zusam-men der titul/ SerenWma Si^noria, gegebenwird/und welche die Majestät der Republieäußerlich vorstellen. Anfangs hat der hoheStaats-Rath des?re^t nur aus60 Sensco-ren bestanden ; nachdem aber die affairesgewachsen/ hat man eine (Ziunra von 25 oderZO/letzlich von 60 andern Senatoren verordnet/welche Man eine Deputation nennen kan. Füh-ret sonst den Nahmen U ^rsgslli flravrcünscio»
Also sitzen im ?rexalli hundert und zwanytgQqq Z Ede^