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von dem freyen Staate zu Venedig»
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man sie vor grillenfanger hält/ die durch ih- sichter erkennen kan/ und in den gondolen sitzenre subtilitäten mehr embrouMircn/ als die ge- sie gantz verschtossem Die weibes-Personenschäffte fördern. Wiewohl kein Nobile/ zu- vom Mittlern stände aber bedecken sich mit einermahl gegen fremde / gerne vor uugelehrt ^tN- binde / welche nur forne an den äugen offen istret. Das ftauenzimmerläßst lnan zu dermis- Mr furchtsam wesm macht sie aber-senschafft nicht kommen / wie in Franckreich/ glättbisch und verzagt/ auch über dem gering-Engel-undNiederlanden. ^uÜL r-li^n reAula sten zufalt/ den sie vor ominos halten ; wel^ettsbzczue excLprivne, und pstill'ete vor einigen ches ihnen zur krkeys-zeit viel schaden bringt»jähren die vor heilig gehaltene adeliche v-wis Aus der Nation können sie brave Capitainstteiena LvrniZra Lpisco^iA vor einen auszug nicht wohl leiden / nehmen lieber fremdegelehrter sinnen/ als welche fünff sprachen/ Generals/ damit sie begebenden falls diesonderlich gut Latein und Griechisch/ redete/ fehlerund mißschläge des krieges auffsiewerf-auffder Umvertstat zu PaduaA. 1678 die ftn können ; zu geschweigen/daß die Uroveä^giker - würde mit grossem rühme annahm/ und tori (Generali, welche der Generalität zugeord-in Dolorem ^eälcinX promovirte/ über die- net werden / ihnen fast jederzeit contrar sind/ses auch den Theologischen OoKor-hut erlan- und viel guts hindern» Sie wollen vor ejffe^.get haben würde/ wenn es der Cardinal Lzrba- rer der gerechtigkeit pMren ; dahero auchri^o, als Bischoff zu Padua/ der Römisch- in rechts - fachen auff hohen festtagen öffentli»Catholifchen klrche nicht nachtheilig zu seyn er- che audientz in den galerien des ?sla^o cü 8.a6)tet hatte. Der Venetianergrosie wisiem ^tsrco gegeben wird» Allein man äellcleriretschafft bestehet in der leckten und ge- zweyerley bey ihren gerichten: Einmahl daßnauer kundigkeit ihrer eigenen Staats- sie das recht nur aus der observsntz liumten/geschaffte/ daher sie auch säst keine andere als und dann daß sie allzuscharff sind/ und um ei-jhre Historien und begebenheiten lesen. Auster ner geringen fache willen einen auff die ga-daß die/ welche sich in ^mbsissäe gebrauchen leren oder zum tode verdammen. Bey wel-lassen/ oder in der ämbsil^eurs 5uice-gewesen chem erstern zwar dieses Staats - interesse ist/seynd/ sich lun fremde Staats-sachen auch be- deß sie dadurch rüder - volck bekommen,kümmern/ als ohne welche bey denen ne^rien Don ihrem Adelstande haben sie einsohne grobe fehler und hinderniste nicht fortzu- solche cmbjldung/ daß sie sich grossen Fürstenkommen. Ihr naturell ist langsam bey de- gleich schätzen/ und vermeynen / es sey wasnen öeliberüuunen und kaltsinnig bey execu. besonders/ wenn sie einem Fürsten des Reichs«onen. Und ob sie wohl die fubtilesten nicht in Teutschland die guslität eines Mobile ck Vs-sind/auch daher von den Florentinern (Zrc>ls<?- neus cvnst-riren ; wie sie dann solche ehreUm genennet werden / so wisten sie doch die auch so gar Königen haben angeboten. Wel?kunst/einem das «nau! zu schttueren/ sehr ches mit König Henrichs lli in Franckreichwohl. Nemlich sie versprechen mehr/ als txempel zu behaupten/ und aus den häußemste halten. Welches die schlechte QklcrvÄvtz vj.m Valois und Bourbon dergleichen vorhan-ihrer alliantzen und tractaten bestärckct/ und den / die Päbste haben sothanen Adel vor ih-von denen Ambassadeurs fremder Potentaten re Nepotm ausgebeten. Ungebeten oike-ihnen offtmahls verweißlich auffgerücketwor- riren sie selbigen gar selten ; ums gelt aberden.Wiedie bißherige conöuitegegen denKay- kan mancher eher darzu gelangem Der letzteser und Franckreich gewesen / ist iedermänni- krieg hat oargethan / daß man nun nicht mehrglich bekandt. so viel umstände braucht/ wie vormahlen da.Dieses haben die Wnetianer mit allenJta- Francesco Barberino der Republique 12000liänern gemein/ daß sie wohl cullimubren kön- rthl. zu fcrtsetzung des Candianischen kriegsNM/ ts men>vris nel eunr?, nach dem sprich- jährlich aussetzte/ und doch nicht sonder !nrer-wort des landes / haben / und sehr rachgierig celkon der Konigin in Franckreich darzu gelangund unversöhnlich sind; Penn sie folgen ih- gete^ Weil man ausserhalb nichtgar zu grossrer alten maxime/ man inüsie sich nicht zur sen Staat von einem Venetianifchen Edesshelffte rächen. Jedoch sind sie nicht so gar mann macht/ so kommts daher/ daßsiewemgvinäicatlf, als andere Jta-iäncr. Man misset reisen / zugleich aus furcht/daß man sich an-ihnen auch die karg-und filtzigkeit bey. Des- derwerts über ihre Hossart mvc^mren mögte»gleichen die wollust-liebe / daß auch viele die Es ist in gantz Italien kein volck/welchcs mitehe vor einen blossen civil - contract und oere- seiner und ZenesloZzen so viel wefcns-nonie halten/ woran die gewissen nicht gebun- machet/ als dieser Adel. Zu erhaltung der fa-den wären. Diese ehen werden ohne grosse Milien haben sie das axioms, daßceremonien /' auch offt in den Häusern/ voll-o- regulafiter Nur einer von den söhnen/ und auchgen/ und nennet man die^copulationes clsre nur eine von den töchtern sich verheyrathet/U mano» oder die Hand geoem Also sind sie die übrige söhne gehen in krieg/ und die schwe-zwar gegen ihre rvecher fast kaltsinnig und stern niüffen sich mit dem kloster-leben vergnü-oennoch sehr jalour : Sonsten aber sind gen/ dabey es wenig andacht giebt. Gcstaltsie der unzucht sehr ergeben/ und weil ihre Hey- sie denn auch nicht geschlcyert gehen/ sonderntathett mehrenthcils aus interesse geschehen / so mit unbedecktem halse/ hatten grosse ackemviemwachen sie sich wenig gewissen concubmen zu und gehet in den sprachhausern zu/ wie in bau-halten/wder die leichtfertigen dirnen zu besm er-schenckem DerPamarch hat versucht/inchen / welche man an ihrer bunten kleidung die klöster mehr keuschheit und sittsimkeit ein-und frechen oonMu- e/ wie den vogcl an den ft- zuführen; die Nonnen aber zu S-Laurentz dro-dern/kennet. Das erbäre ftauenzimmer ver- heten/ eher sie sich in den zwang schließen kasskappet sich dergestalt/ daß man kaum ihre gc- stn wollen/ wollen sie eher das kloster in brandDritte Haupt - Handlung» Q q q stecken»