482-
Des Europäischen Herolds dritte Haupt-Handlung
da sie ihren march wieder ins HertzogthumMepland gerichtet. Der Pabst war zu frie-den/ die von dem Staat bißher innen gehabten/von dem stuhle zu Rom aber prssrenckrten platzenunmehr zu besitzen/ und suchte mittel/ dererFrantzosen aus Italien loß zu werden/ furchtesich auch/ es möchte Frankreich den Cardinalämboil'e zum Pabst machen / veränderte dem-DerMbst nach die conjunÄuren/ schloß mit Venedigdig Wider ' frieden und alliantz/ und wandten sie ingesaktttfttnen wil.- die Waffen wider Franckreich. Welche verän-' derung dem Staat/ ungeachtet der A.1612 erlit-tenen Niederlage bey kavenna,zu einem großentheil der lande wieder verholffen / indem man esbald mit Franckreich / bald mit Spanien gehal-ten/und durch solche verkehrung das verlohrneallmählig wieder erobert. Darüber diesertapffere voZe A. 1520 mit tode abginge. Undhat dieser krieg dem Staat über fünff Millionengoldes gekostet, kbil. ^ielsncbtkoa schreibt inekroo. Las. gar nachdencklich von diesem wun-derbaren kriege : kinirum est koc exiru bellumcynkoeäerauone R.eZum contra Veneto» lu5cH-prum msmorabile exemplum cupiclitsturn Lc sKe-Äuum, lll^eßlbus jaconlksnriX, acmucabiliratisvolunratum bumansrum, incerrse clubiTgue licleiftxäerum Sc trilttllimi exitus von vecellsriorumbeltorum.
Nach ihme käme H. ^Ntvmu5 (Zrimsnuz, eindurch glück und unglückwohlversuchter mann/und schon 86 jähr alt/ starb aber im zweytenjähre hernach. Und wurde A. 152z moch-tet H. ^nclrcs5(Zrirlu5, welcher fast veränderli-che sllociarioneg bald mit Franckreich / baldmit Kapsel! Carln v, bald mit Pabst clemen-ten VII pro ruencla libertate Iralise getroffen ;er hat kionopoliz in Sicilien erobert / Lockuwider die Türckenbehauptet/ Scaräona ge-wonnen/ Castel^uovo in Dalmatien denenTürcken entrissen / und der Republic heilsam-lich fürgestanden. Ihme folgte A. isZ5> Her-tzog Petrus l^snäu,, welcher wegen eingefal-lener trübseligen zeitenund schweren theurung/mit denen Türcken friede gemacht. A. is4s er-wehlte man ?ranci!cum vonatum zum Doge.Und nach dessen tode A .issZ tvlarcum äntooi-um l'revilsnum. Ferner A.lss4 5r»ncilcumVenerium, A.lss6 l^aurentium?riu!um, UNdA.Iss9 bjieron^mum priulum. Unter deren kur-tzen regierungen sich nichts grosses zugetragen/indem der Staat an der vormahls erlittenenschwäche/ und nun dazwischen vorgefallenerlangwierigen theurung sich zu matt befunden.Seinem nachfahrer ?erro l.sureclan.0, welcherA. 1^67 Hertzog worden/ hat der Sultan Se-lxm die Insul Cypern in anspruch genommen/und/als ihme selbige nicht so fort abgetretenworden/krieg angekündiget. Welchen derA. ls/O erwehlte l)c>8^ ^lv/Nuz^IocemAc» mitschlechtem luccessgeführet. Denn obwohl dessen fiotte 170 langer schiffe starck war / wurdesie doch bey Cataro geschlagen/ dieTürckischentrouppen bep Salamina auffCppern an landgesetzet/ Leucosia nachviertzigtägigenstürmenerobert/ üa durch accord/welchen zwar^ .diebluthunde nicht hielten/verlobren/undmit-verlieret hin die ganye Insul unters Türcktsche jochLypern. gezwungen. Und ob wohl der alliirten Chri-sten fiotre die Türckische seemacht A.1571 bey
Naupacto zu gründe richtete/ büsseten doch dieVenediger dabep viel ein/ und konte man sichan feiten der sämmtlichen Alliirten der see-vi.6orie nicht gebrauchen / aus mange! dereinig-keit/ darüber man die schleunige Verfolgung desftindes unterlassn. Und da im folgenden jährdie Spanier/deren General Admiral von ju.SN ct' /wttris sich im vorigen jähre so tapffergehalten/ dieconf«6er>rte fiotte clekerirlen/fan-den die Venetianer ihre convenientz besterbep dem frieden/alsfortsetzung des kriegesmit der Pforten ; ob sie wohl die Insul Cp-pern dahinten lassen müssen. Denn es ievorträglicher war / durch friedens - künfte sichbey dem übrigen zu mainteniren/ als noch mehrauff den ungewißen ausgang zu stellen. Er
chen !ii besuchet zu werden; welches der 8igrwri«so wohl gefiel/ daß sie dem Könige den incligs.oscund Venetianischen Adelstand otfettrten.Der König schämte sich dessen auch nicht/ giengmit zu Rache und setzte sich unter den A-del/ vomte auch mit lA. 1574» Der Hertzogstarb A.is75>. Und wurde ihme zum Luccessornverordnet H. 8ebsMsnu5 Veoerius, welcher in-nerhalb jahres-frist an der pest verstorben.Deflen Nachfolger H. Nicolaus konuus, einhochgelahner mann/lfast durch alle stuffen derwürde und ämter zum Dogat gestiegen/starbA.mz.HckalcKaluCicoZns wurde nach ihme er-wehlet/ und zu seiner zeit A. lsyz die berühmtefestung Palma in ?r,sul ange leg et/auch auffCesalonia ein neu Castell/ und in der stadtVenedig die sürtreffliche brücke cU kislro vonsteinen gebauet/welche bißhero nur höltzern ge-wesen war. Ihme folgete A. 155s H. ^ar,nuz(Zrimsnuz, der den Staat zehen jähr lang inerwünschtem frieden aömmittra'tt. Es wur-de A.i6O2von der 8ignons vermittels Decretsverboten / daß kein geistlicher Orden oderperson mehr unbewegliche güter kauffen solte/und im folgenden jähre exrenclirte sie dassel-be dahin / daß ohne ausdrückliche erlaubnißder obrigkeit keine kirche/ klöster und Hospitä-ler erbauet werden solten/ worüber der Pabstsehr stutzte/ und mit dem banndrohetezdarge-gen aber l^eanksrcluz Donstus, der schon sieben-mahl in gesandschafft zu Rom gewesen/wiede-rum dahin abgeschickt wurde/ unterdessen starbder Hertzog und traff die wähl eben diesenklonkxnvre Vonaro. der sich in dieser von A.i6c>s biß 1HO7 mit ziemlicher Hitze getriebenenfache gar bescheiden aufführete / und endlichdie reconciliarion mit dem Päbstlichen stuhl völ-lig erhielte/darauff der bann auffgehoben unddie wider das Päbstliche monitonum ergange-ne protettation revociretwurde. Das cxcom-municarions-breve samt des Doge Verantwor-tung und gegen-anstalten sind bepm l^unclor-pio suppierofoI.Z79s^. zu lesen. Er giengmit tode ab A» C. rsii. Dessen nachfahrer H.Marcus Antonius ^semmuz hat kurtze zeit re-gieret. Was er mit dem Ertz-Hertzog Fer-dinanden in Oesterreich vor Händel in Friaulhatte/die wurden bep seiner kurtzen regierungnicht ausgesühret/ denn er gieng aus der weitA. 1615/ und sein nachfahrer H.isl,-,nn«-5 kembo,der sich in diesem kriege als General gebrau-chen
WW
MM
^P...
»«ÄAW Mi/'
'Ä »w.
>.'1 >