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Des Europäischen Herolds zweyte Haupt-Handlung
schen gleichen grund der Privilegien hat. Estrifft das Vaterland/das leben/ haab und gut/ehre/ den rühm der gantzen Nation an. Eu-re feinde suchen einen ungerechten vommar,euer gut und blut. Ihr aber suchet die frey-heit/welche sich niemand/ der rechtschaffen/dertapffer/ der edel ist/ ohne das leben rauben lasset.So viel uns betrifft/ laugnen wir nicht/ daßwir der menschlichen schwachhett auch umer-worffen / und des glucks vonnothen haben /weil alle unserssttioacs tausenderley widrigeanstoße leiden können. Allermassen wir aberin unftrm gewissen versichert sind/ auch in derznrencion aus einem ruhigen und friedlichen zu-stande zu eurer äekenkon, unter göttlichem com-mando und hülffe/ gerüstet aufbrechen; alsowerden wir uns nichts mehr angelegen seynlassen / als die gemeine Wohlfahrt; dabey wiran gutem ausgange und glücklichen lüccellenkeinen zweiffel tragen.
Sölten sich aber einige finden / die zum ruindes Vaterlandes des fcindes partie kiesen wür-den/ die werden ihre halsstatt'igkeit und darauferfolgte straffe nicht uns/sondern ihren: eigenenunsinn und frevelen fehlem/beyzumessen haben.Wir hoffen aber und vertrauen/alle Standewerden ihre gcdancken/rath und that/ all ihrLichten und trachten zu dem gemeinen bestenund dessen erweitcrung und aufnähme richten:Unsere vorfahren haben die freyheit mit ih-rem blute erworben und mit blute beschützet;so will sie nun von der endlichen Unterdrückungdurch nichts anders/ als durch blut/ gerettetseyn. Wir haben ergctzlichkeit genug/gnugehre/wann wir dem beschützten vaterlande ei-ne freyere lufft verschaffen/ ob gleich die beschü-tzende tapffere faust/und die unschuldige seeleaus den leichen der darüber ertödteten retter zudem bessern vaterlande hinwandert.
Der Jehovah/ GOTT der Heerscharen/der gerechte und starcke GOTT/ segne unserheiliges und gerechtes vorhaben von obenherab: Er sey der rathgeber und Olrettor un-serer aöNcmen ' Er bringe die gemüther zurwahren eimracht/und verhüte alle trennungen:Er starcke die tapfferen: Er mache die verzag-ten beHertz!/und verleihe/ daß alles angefan-gen und vollführet werde zu seines heiligstennahmens unvergänglichem rühm/ zur wieder-bringung der vcrlohrnen freyheiten / zur siche-rung des bedrängten volcks ruhestandes/ undZu aller und jeder gemeinen und' sonderbarenGlückseligkeit. Womit wir schliessen:c.
Es ist aber allerdings zu zweiffeln/ daß diesegefährliche und auf Verkleinerung der Kayserl.und Königl.Majestat anzielende schrifftamb?n-tisch und aus der Siebenbmgischen cantzelleyoder mit desselben Fürsten vorbewust ausge-sertigct sey; zumahlen der evcm die angedro-hte ergreiffung der waffen auch zu der zeit
nicht mit sich gebracht/ als die Türcken in den
Kayserl. erb-landen die allergroste graufamkeitverübeu und in ihrer hochmütigen Hoffnungdie Kayserl. residentz-stadt und Oesterreichischelande schon verschlungen hatten. Es ist auchnie einiges rel!emimef.t gegen hochgedachtenFürsten deßhalber geführet/sondern bey denenwegen einnehmung der Kayserlichen militz ge-pflogenen trattaten das Fürstliche hauß gar
gnadig und milde von Ihrer Kayserlichen Ma-jestät und dero hohen Generalität gehaltenworden. Uber dieses hat auch der GrafEmerich Töckelp in seinem ausschreiben undpropolirionen / die er an die Versammlungen derzu seiner Partie getretenen Gespanschafften einund andersmahl/sonderlich zuletzt noch im I»-nuAno i6Zz zu Caschau thun und ergehen lassen/den ffywm weit glimpflicher geführet. Die-ses ist bekandt gnug/in was vertraulicher cyrre.ffonäeatz dieser Graf mit denen Frantzosenge-standen. V!an beziehet sich im übrigen wegendessen unruhiger und feindseliger emreprjl'en/und bey derOttomannischen Pforte selbst ver-lohnen credits/und darauf erfolgter ccmlw».non jenjeit des ttellcspontlls, auf besondere be-fchreibungen/ die in druck ausgegangen sind /und meldet hierbei) nur dieses/ daß unter andernbey der eroberung der vestung Mongatsch/dessen Gemahlin / frau Helena Tscherninin/verwittibte Fürstin Ragozky/A. 1688 die jen>-gen mthmen/weiche ihr Herr und Gemahl/zum
zeichen / daß er vom Türcken zum Fürsten; m
Hungarn sey mveffiret worden/nemlich die sah-ne/ pulican, Fürstlichen Hut und wapen - rock :c.originalirer zu der Kayserlichen CommistarienHänden überliefern müssen / um desto mehrdie vernichtigung sothaner zur ungebühr ange-nommenen qualität zu ei^ttu,ren.
Dieses ist von der OttomanmfchenpfHr-Beschnwte noch zu e'rwehnen / was maßen ihro die Un-Mt^garischen kriege zu aller zeit sehr schwer TmckiWankommen. Denn die völcker aus Asia unddie zufuhr der artillerie und anderer kriegs-nothwendigkeiten sind nicht ohne grosse ko-sten/ abgang und ermattung der mannschafftherauf zu bringen. So hat auch die militz imwinter aller orten nicht wol subtileren können/theils wegen der kälte/theils wegen armut derProvintzien. Uber dieses kan man sich wegender Persianer nicht aller macht in Asia ent-blößen/und selbe in Europa gegen Ungarn füh-ren. Es soll auch den Türcken die lust/ sich ge-gen die Teutsche zu wagen/ fast vergehen/ wannsiedaran gedencken/daßfastso offt/als einewoteingerichtete armee ein gutes concsno und ein-tracht nebstandern reguviren gehabt / gegen siezu fechten/ sie schlage bekommen/und nun in demletzten unrechtmäßigen kriege so viel verlohrenhaben/daß sie sich so bald nicht relolviren wer-den/mit dem unüberwindlichen Ertz-Hauß Oe-sterreich wieder anzubinden / und dessen bishervon GOtt so reichlich gesegnete waffen widersich zu reihen/ so angelegentlich sich auch dieCron Franckreich bey itzigemJtalianischen krie-ge bemühet/diePforte zur ckvertion in Hungarnzu bewegen.
Schließlich ist noch mit anzufügen/daßschen der Ottoma »mischen Pforten undschendemder Rom. Rapserl.undRönigl. MajestätA^kein beständiger friede verglichen werdender PM»kan sondern beede in waffen stehende hohe ge-AAKwalte/wann sie des kriegs müde/es bey einem vorgO».waffen-stillstände auf gewisse jähre bewen-den lasten : Dieweil der Sultan auf das Kö-nigreich Hungarn sowol als der Kayftr pra-rea.äiret/und solche prserenkon keinen rechten ver-trag und aussöhnung zulässet. Es rühret abersothaner anspruch daher/ weil Zürst Johann
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