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von dem Königreiche Polcm
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August: K. in Polen/ der sich um diese 5»mMedurch verleil^ng des Herzoglichen tituls sowohl verdient gemacht/ zur lincken aber einroth-gekränter kinbacken zu sehen. Im ersten
H .Friedrich Dieser H.Jacob verstarb A. 1682 und hat- miren wollen; zu dem möchte auch der Pclni-Mr. sc Se. Höchst. Durch!. H. Friedrich Last- schen Nobles ansehen und grosse auroritätmir:: zum nachsolger/ welcher nach seinem zun: wenigsten bey den ausländer:: in clec^en-A. 1698 erfolgten absterben von seiner zweyten ce komen/wenn würcklich regierende Hertzoge/Gen:ahlin/frauenlLlisi:bethSophten/Chur- zumal von cliverler religion/imPolnischenRathfürst Friedrich Wilhelms zu Brandenburg mit sitzen folten.Jndeffn ist eines Hertzogs vontochter/einen Printzen hinterließ/nemlich Her- Curlandgewalt in ftinem lande gar co^cier»-tzog Friedrich Wilhelmen/ welcher unter der bei. Er präget in seinem eigenen namen müntze/frau mutter und Printz Ferdinandens vor- und hat übet die Edelleute die hohen und nie-mundschaft srehetzund ist in diesemHertzogthum dern gerächte; iedennoch kan in etlichen weimdurch höchst-gedachtes H. Jacobs testamenta- gen fällen von ihm an den Polnischen Hof sp-rische ckssostrion, wie auch durch den darauffge- xell-ret werden/welches die Curlander juäjciafolgten brüderlichen vergleich das jus primae- xottcurjaüa nennen,u- uüurT eingcführet. Sie schreiben sich nur Her- Seine einkünffte beruhen meistentheils in ^es Her-Mur und yyge von Curland und SemigaUien. Ihr den kammer-gütern/ weil mm von steuern und Mmwapcn ist ein quadrirtes Haupt-schild/wor- dergleichen lasten wenig williget. Die vor-'auff das Kettlerische stamm - wasxn lieget/ nehmsten bedienten aber sind der Land - Hof-bestehend in einem güldenen mittel-schildgen/in meister oder kremier kdmltce, Ober-Lau^-welchen: ein schwacher kessel- hacken/ und zu lar/ Land-Marschall / oberste Burggraf/dessen rechter feiten die in einander geschlunge- Ober-Lands-Haupcmann von Goldingen/ne buchstabcn 6w,zumgedachtniß Sigsmundi <l)ber-Lands-Hauptinann von Tuczkou/
bepde in Curtand/ Ober - Lands - Haupt-mann von Mittau / und der Ober - Lands-Hauptmann von Selburg/ bepde in Semi-gallien. Jedweder von diesen Dber - Lands-und vierdten haupt- puartier ist ein rother zum Hauptleuten hat zwey andere Hauptleute un-raub geschickter löwe mit doppeltem gewunde- ter sich/deren also achte sindznemlich der zu Vin-nen schwantze wegen Curland im silbernen si^l- da / Landau / Vurben/ Bauske/ Gruben/de ; Im andern und dritten ein güldener ge- Schrunden / Ooblen und Travenburg:hender Hirsch mit einem sechsendigten gestirne Welche stellen von niemand anders als inlan-wegen Semigallien in blauer feldung anzu- dischen wohlbegüterten Edelleuten können be-treffen. Oben auffruhen drey gekrönte gül- kleidet werden.
dene Helme/der mittelste ist der Kettlerische/ der Die religio:: in diesen beyden Hertzogthü-Rclmm
zur rechten der Semigallische/ und der zur lin- mern ist durchgehends Evangelisch - Lutherisch/ ^ '
cken der Curländische ; die herabhängende jedoch gibt es auch etliche wenige Neformirte
Helm - decken aber sind auff jener feiten gülden und Römisch-Catholische daselbst / welchen letz-
und blau / auff dieser hingegen roth und silber. tern von dem vorigen Hertzog erlaubet wurde/
Wenn ein neuer König erwehlet worden/ so eine kirche zu Mittau / wie auch eine zu Goldin-muß der Hertzog von Curland bey demselben ' gen zu erbauen. Die Reformirten aber besi-
die lehn durch einen Abgesandten suchen / wel- tzen eine absonderliche kirche zu Mittau/ allwo
che er vermittelst einer sahne empfängt/ auffde- auch die in Liefiand sich befindende glaubens-
ren einer seite das Polnische/ auff der andern verwandte ihres Gottesdiensts pflegen,
aber das Curländische wapen zu sehen ist. So Die Handlung bestehet vornehmlich in dem Comm-
bald dieses geschehen/ darff sich der Abgesand- korn / als welches die Holländer sowol hier als
ke niedersetzen/ und das Haupt bedecken. Wie- auch in Liefland lieber/als in Polen/ einkauffen/
wol nun von denen Hertzogen in Curland offt- weil es besser zugerichtet und in acht genommen
mahls bewegliche Lnstantz geschehen/ um dem wird. Denn diese Nationen pflegen ihr korn
cot-por» der Reichs- Stände in Polen mit bey- in dem stroh mit seuer dörre zu machen/ und her-
gefüget zu werden/haben sie doch solches nicht , nach erst auszudreschen/ wodurch es sehr harte/
erlangen können/ sondern müssen sich ausserhalb und nicht leichtlich von den wurmern angegrif-
der lehens-verwandniß vor auswärcigeHerren fen wird; hergegen hat es diese gefahr dabey /
halten lassen. Denn man Polnischer feiten der daß/ wann die ernde mißlinget / davon kein
meynung gewesen / sie/ als auswärtige/ wür- saame genommen werden
den vor» und Uuäia externa in die Republigue kan.
bringen und nach ihren principiis Polen re5or- länd so viel von Polem
Kwefite Haupt-^andluG»
Der