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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
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304
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Des Europäischen Herolds zwcyte Haupt -Handlung

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Jr wollen uns allhier nicht aufgerichtet. Zudessenbefestigung erin ei-aufhalten mit der mannig- ner schönen plaine eine?s!-mka erbauet/und selbefaltigen Veränderung des Gniasdo oder plest-stadt/ weil er allda einnahmens dieses Königreichs/ adlers-nest voller jungen gefunden / genennet/und wie es hiebevor Sarmsris auch wegen des guten suZurü, so er nach Hevd-LuropXÄ, oder 8suromstis, 8cytbia, Van6slia» nischem aberglauben darob gefasset/zur aufnah-letzlich aber eolaki^ und Polen genennet wor- me und schleunigen wachsthum gebracht/ undden/lassen uns auch um die alten innwohner/die verordnet/ daß das Polnische wapen ins künff-Sarmater und Sclaven oder Schlowa- nge ein ausgebreiteter adler seyn solte. Voncken /ingleichen die Lurios , l^yZios, Hrios, diesem geringen ansang der stadt Gnesen undmos, Mykos, Nakarvalos, ?oucinos , und andere des Polnischen Staats / ist die itzige gröfse undTernsche völcker mehr/welche vor den Wenden Herrlichkeit des Königreichs herkommen. Inallda gewohnet / unbekümmert/ und melden dieser gegend nun fand i^ckus wenig wider-zum voraus / daß die regierungs - form der stand / und sol sich ihm anfanglich ein eintzigerPolen anfangs unbeständig gewesen / und Deutscher Fürst/ nahmens widersetzetdaher unterschiedene clsüe, der Regentenge- haben/welchen er aber in einem zwey-kampsbe-sitzet werden müssen ; jedoch ist dieses insonder- sieget/ wodurch l^ecbuszllgleich Pommern/wel-heit merckwürdig/daß sie sich niemals einer aus- ches dieser Fürste besissm/ erobert. Dazumalländischen macht / ja auch so gar nicht den- wüste man in Polen noch nichts weder von gel-,mern unterworffen/sondern ihre freyheiten/ gri- de noch geschriebenen gesitzen / und bestundenVllexia, und ausder Wahl beruhende regierungs- der Fürsten einkünffte auf einem geringen tri-art jederzeit erhalten / also daß man mit wahr- but/ welchen die unterthanen von ihrer nahrungheit sagen kan/ sie seyen das eintzige volck in der an flüchten und viehe erlegen musten. Hier- -welt/ welches die wähl - regierung am längsten nechst erbauete l.ecbu5 noch eine andere stadt/Verschiede- mainteniret. Einige geschieht - schreibet' haben welche er ?05NSN nennete / welches wort so vielnearten und funff/ andere nur vier vynsttisz und Staats- Heist als wiffenfchafft / weil er seinen bruderv!r Mm- Veränderungen bemercket: Und zwar die erste Beckum, Fürsten in Böhmen / nach einer mehrschenNesen- von dem Fürsten dccko an / biß auf ?opielum als zwantzig jährigen abwesenheit danrals zumteli, hen Zweyten/ in das ixte leculum. Die ande- ersten wieder sahe/und dieses ist das heutige Po-re von t'iatto an biß aufZoleslsum den Ersten/ fen/ welches zugleich einer gantzen Provintz dengegen das jähr Christi looc» / welche allesamt nahmen gegeben.

Hertzoge gewesen. Die dritte clasfe begreifft Von seiner potterität hat das land in die

die Piastische Könige vom besagten K. Loles- anderthalb hundert jähre Regenten gehabt/ un-

l-,0 an biß aufR.Ibudwigen / beygenahmt den ter denen Heryog Visimir in den Dänischen

Hungar/gegenA.C.kZ/O. Dievierdteord- kriegen berühmt worden. Dieser war

nnng enthält des Iagellonifchen stammes bruders söhn und Nachfolger in der regierung/

Reuige/ nemlich vom Vlakislgo saßeliane an/ welcher durch seine sonderbare tapfferkeit grosse

biß ausR. Sigmund Augusten ins jähr Chr. conquewn in Dänemarck machete/und die stadt

1572. In der fünfften ordnung erzchlet man Wismar erbauete; wiewol einige geschicht-

die letzteren theils inn-theils ausländische Köni- schreibet diese Dänische eroberungen in zweiffel

ge/bißaufdieitzigeKönigl.Maj. ziehen wollen. Nach ausgang des ^echi-^A^

Die erste Die erstere Ordnung ist die ungewissiste: scheu stames sollen Zwölf pZlalmi odcrWox'-PM.

denn man weiß nicht zuverläßig zu berichten/wie wodeu das regiment gefuhret / und zwar

' viel Regenten aus dem stamme des tapffern ur- das rohe volck zu bessirer cuM virung gebracht/

Hebers und Ertz-vaters der Polacken entssros- sich aber unter einander dergestalt getrennet/sin/ wie lange sie regieret/ und was ihre thaten und herum geschmissen haben / daß man zu ab-gewesen ? Wir wollen hiervon vortragen / so kommung der blutigen troublen und ruin desgut und bewährt/ als der vorfahren ihre ver- Staats wiederum einer person allein lum-Kürst Lech zeichniße es leiden wollen. Und zwar den ur- M2M rerum und die Obergewalt aufzutra-Ser uranlmranherrn/ Hurst Dechen oderL.xchen /betref- gen bewogen worden. Diesen nennete manKrakoMvnseibm. ^ derselbe nicht vor den zeiten des Rrako oder Rroko/welcher nicht nur dieRe-A"/'" ^großen Alexanders / sondern etwa ums jähr publique wieder in guten stand versetzet/sondern

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vieh - zucht und ftucht- bau wolgelegene land- haupt-stadt in Polen gewesen ist/und aliwo/ver-fchasst Sarnmtien begeben /zu erst in Groß- möge eines nach der zeit ausgerichteten 5un6a-Polen sich niedergelassen/und einen Staat menrsl . gesetzes/ alle Königs krönungen gesche-hen