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Des Europäischen Herolds zweyte Haupt-Handlung
und unterhalten müflen. Von dem bilrger-standeist infriedens-zeiten die einfache/und inkriegs-zeiten die doppelte Haltung der boots-leu-te geschehen; weil aber hierbey/da/nach aufhö-rung der freywilligkeit/ es aufden zwang an-kommen / daß kein bauer seines sohns oderknechts gesichert gewesen/auch dte andern lastendem landmann unerträglich gefallen / ist einneuer reZlemenc über das gantze Königreich ge-wacht worden.
Was aber die alten Teutschen eegimen-ter zu fuß belanget/so in Pommern undHer-tzogthum Bremen logiret / welche auf 10900mann starck waren / wurden selbige halb mitgeld und halb mit getrayde alle 10 biß 15 tageaus dereassa und magazin unterhalten/den Of-ficirern aber ihre richtige lehnungs-gelder allei-ne gegeben.
Die Artillerie, so in Pommern undHertzog-thum Bremen gestanden/ wurde gleichfalls auf
dieTeutsche manier mitgelde unterhalten/und
die pserde aus dem lande bey den dauern aufden dörffern zu füttern einquartieret/ im sommeraber auf die weide eingetheilet.^
A.1682 wurde auch dißfalls anderung getrof-fen/ und die sonst gewöhnliche ausschreiben imReiche abgestellet;dargegen warA. 1683 die ste-hende militz folgende:
Die Infanterie in Schweden 25886 mann,^.iefpand Z7OO.Finnland 9208.in den Teutschen provinyien 6864.
Csvailerie in allen 15229 pferde.
fe stücke/darunter viel gantze und halbe carthau-nen/ doppelte seldschlangen / und dergleichen.Und sollen deren im gantzen Königreich über8OOO seyn. A. 1676 wurde eine flotte von 60kriegs-schiffenund 8 branders/welche mit 2256stücken ingesamt montiret / und mit 2974 solda-ten und 7622 matrosen besitzt waren / unter demReichs-Admiral/Herrn Steinbock / widerDanemarck ausgesandt; Und war immerschade/daß das machtige gebaude die drepRronen/ oder der Admiralmit i5Ometattinencanonen und bey 1000 mann / der kern desSchwedischen Adels/ umgeschlagen und verun-glücket. König Carl Gustav hat ein gewissescapitalzu fortsetzung des kriegs-schiff-baues hin-terlassen/und verordnet/daß derer/wie obberüh-ret/jedes jähr neune solten fsbnciret werden.Man last/dem bericht nach/keinen fremden insArsenal zu Stockholm gehen / und da sich je-mand einschleichen wolte/sol er das leben ver-wirket haben.
Die aufferliche Verwahrung des Aonig-
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reichs Schweden geben die see/und die mac-
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Darunter auch die Adels-fahne ohne die sta-be und Primen Planen.
An boots-leuten/welche in die bürger - hau-ser ausgetheilet/ 1200 mann.
Hierüber wurde bey jedem regimente einecompleke compagnie zur rccreutirung zu Hausebehalten.
Ohne land-volck/welches nach vorgedach-temReichstags-schlusse izi25mann starck an dengrantzen unterhalten und alle monate «xerciretwurde.
A. 1687 rekolvirte der König / daß contivuir-lich hundert tausend mann und sichtzig capital-schiffein dero diensten unterhalten werden sol-ten/damit aufden fall/ da etwa ein krieg denenSchwedischen grantzen sich nahern solte/ mit60000 mann und 40 kriegs-schiffen agiret wer-den / und das übrige zur resirve und äs5entloades landes in bereitschafft stehen könte.
Zum unterhalt der krancken und betagtensoldaten/ hat man in Schweden ein Hospitalmit guten einkünfften gestifftet; wie denn auchzu dessen unterhalt jeder Officierer bey seinerbeförderung nach proporrion seiner charge einenbeytrag thut/ undzahlerzumexempelein Ober-ster iOO rthl. Die zeughäuser sind zu Stock-holm und aufdem schlösse zu Ienköping/allwoluan von dem besten eisen eine grosse menge Waf-fen verfertiget.
Der kriegs- Zur see ist die Cron machtig gnug / undLstqtzurfte.^^^^ egujps)jren/ weil an
holtz/ Metall / und andern schiff - nothwendigkei-ten kein Mangel ist. Zn dem Königl. residentz-fchloß zu Stockholm zehlet man über 800 gros-
^ wahrunghtj
celkble geburge und felsen/ welche dem feind Reichs.
die einrückung schwerlich verstauen ; Wiedenn die klippenundwasser-felsen verhindern/daß eine flotte ohne erfahrne Piloten nicht wohlan den küsten fortkommen kan. An vestun-gen mangelts auch nicht/ und sind Calmar/Stockholm/Gustavsburg/ploreburg/wel-ches aber/wie obgedacht/1702 an dieMoscoviterübergegangen/ Elfsburg/Iama/Abo/ Ri-ga/Narva/Reval/Hel singburg/Gothen-burg/ Helmstadt/ Marburg / Landskron/Viburg/ Tavashaus ^ Malmöe/Carlssein/Vahuß/ Gohteburg/allwo A. 1685 ein großerThurm/ von welchem alle umliegende berge be-fchojsin werden können/angeleget worden / undzwar aus einem blossen harten felsen / und vonsolcher höhe/daß er sich den fchiffleuten6biß 7meilen zeiget/Rronenburgz und in Teutsch-lande/Mißmar/S tetin/ Stralsund / Sta-de/Molgast/Güykow/Anklain/Grpfswal-da/Spankan/Ribnltz/Burtehude/Otters-berg / und Carlsburg/ welches aberA. 1685wieder clemvl-ret worden/ biß auf die Wesir-schantze/die fürnehmsten. Vor-Pommern hatallein so viel zuverlaßige passe und vestungen/als man kaum in manchem gantzen Königreicheantreffen kan. Die sse-hafen sind der Cronsehr vortheilhafftig. Der zu Stockholm hatzwischen den vielen klippen und felsen/so man dieScheerennennet dreyzugange. In dem-selben liegen die schiffe ruhig ohne ancker/ sreyvon allem ungewitter/ und dieses mit einer sol-chen si'cherheit/ als kaum in gantz Europa einHafen geben kan. Die grössern schiffe könnenso nahe an die stadt rücken / daß es scheinet/ siewären an die hauser angebauet. Des Kö-nigs schiffe bleiben zu Elsnapen/Calinar/Np-köpmg/Carls krön/ Spnderhamben/ Re-val/ ^arva/ Riga/ Mißmar/ Stetln/Stralsund und Ruda/wo K. Gustav Adolphin der ex^ecl.rion gegen Teutschland einge-schlffet.
Diese vormauren und natürliche unüber-windliche wasser-graben machen dem König-reich Schweden eine solche befestigung/daß sichso leicht kein seind dahin wagen wird. Mossau
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