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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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273
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von dem Königreiche Schweden.

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tochter sohn/einen Printzeil K.^icolaZ in Dä-nemarck/welcher aber auch bald als ein tyran-nedes throns und lebens beraubet worden.R.SHwercher hatte auch seiner wollüsie hal-ber einen gewaltsmnen ausgang des iebens.5ench^ R.Erich lx der Heilige aber ersetzetemit gnä-ttjilmc M-higer und bescheidener regierung die bisherigenRisse der Reichs-grund-gesetzc/brachte den lan-den den ruhestand und Wohlfahrt wieder; füh-rete die Finnen nach deren Überwindung zurWM die Christenheit; bauete viel kirchen/und richteteMtl- im Policey - wesen löbliche anstecken auf; wiedann S. Erichs Lag vor das alle Schwedi-sche corpus juris Malten wird / ksnte aber ohneanfechtung nicht bleiben. Denn es rottiretesichuuter Henrich 8care!ern, einem Danen/ei-ne parthie auf/welche ihn angriffen/ und Ll. 1162.tmcherlegung derKöniglttrouppen enthauptenliessen. Die Römische kirche hat ihn seinesChristt. eyfers und darüber erlidtenen mordshalber canonisiren lasten. Zu seiner zeit wurdeein gesetze gemachet/daß seine leibes-nachkom-men mit des vorigen K. Schwerchers geschlech-te ins künfftige wegen der Reichs - folge ckerni-ren solten / welches auch hundert jähre nach ein-ander beobachtet worden. Im übrigen warerdem geitz so wenig ergeben/ daß er denunter-thanen ihre geschencke meistentheilswieder gab/und zu sagen pflegte: Ich bin mit dem mei-nigen zu frieden. Euch soll das eurige inSicherheit verbleiben. Ich verlange daseurige nicht. Die nachksmmenschafft a-ber wird es nöthig haben. Ihme folgteR.Carl VliSchwerchers sohn/dessen fürnehm-stes werck war/durch den mit R. Maldeinarnin Danemarck getroffenen frieden dem Reicheruhe zu schaffen/und die innere grund - feste derACari der Reichs-wohlfahrt dadurch zu erbauen/ indemttn erbrecht er die wegen der Erb - folge von seinem vorfah-ren gemachte Verordnung durch ein wiederhol-tes gefetz bestätigte. Wodurch die bisher un-beschranckte wähl etwas gemäsiget wurde.Uber dieses stifftete er auch / mit bewilligungPabst Alexanders übein Ery-BischoffthumzuUpsal/und verordnete/daß alle guter derje-nigen/ welche ohne erben mit tode abgiengen/dieser kirche zugeeignet seyn soltem.Welches her-nach zu desPabsts^regorü x zeiten abgeschaffetworden. Er musie dennoch bey einem lobseli-gen/zum ausnehmen der Christl. lehre und desStaats geführten regiment einen schmählichentod leiden: Denn Printz Ranut hatte ihn inverdacht/ob sey sein Herr vater aufanstifftendieses Carls/ den die Gothen zu ihrem Königeerwehlethatten/ A. n68 hingerichtet worden.Und wolte ihn alst mit gleicher müntze bezahlen.

Ranut/K.Erichs des Heiligen söhn/ behau-ptete nun den väterlichen zepter/ rächete seinesHn.vaters tod mit vielem blute/und selbst miteinen: kriege wider die deßhalber auch verdäch-tigen Dänen. Hatte aber deßhalber statt derProcessen und räche viel schaden und ruin/weilsein Feldherr Harald allzu sehr zauderte / unddie Dänen sich der geschwindigkeil Pralinen.Die see-rauber Hai er hergegen gedampffet unddie commercien zur gangbarkeit bracht. ErstarbA.1192. K.Schwercherin.einguterRe-gent und soldat/ rächete zuförderst seines H.va-ters K. Carls wd an den schuldigen. Weil erÖwkttttc Haupt-Handlung.

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aber in der schärfte «xceckrete / verbunden sichseine widerwärtigen mit Ranutens söhne/

Printz Erichen / und lieferten ihm eine feld-fchlacht/darinn der König A-1208 erliegen mu-ste. Demnach schwunge sich dieser Erich Xaufden thron/welchen er durch glimpff und psr-6on, auch sonst durch gute anstalten befestigte/uno acht jähre lang besaß. Ihme lucceckrteK. Schwerchers sohn/K. Johann I, mit demzunahmen der Gütige/A.ni^annoch bey zar-tem alter; daher ihm auch der Ertz-Bischoff zuUpsal zum cloacljmorn beygeordnetwurde. Alser mündig worden / empöreten sich die Esto-nier /Preusten/Careler und Menden widerihn/ erschlugen den kern seiner vornehmsten civil-und milicar-bedienten/ des IeldherrnJohan-nisGeinahlin aber ermahnete die übrigenerZn-6ss durch ihre couraxe, und verursachte/daß dierebeüen geschlagen wurden. K. Erich der Xlsein Nachfolger wurde wegen semer stammlen-den zunge bald verachtet / und seiner chwesterGemahl/Rnur Fslkunger/seiner äußerlichenbessern geschicklichkeiten halber/ von denen Mal-contenten vor einen König gehalten/ welches ei-nen innerlichen und vor K. Erichen unglückli-chen krieg erweckte. Er maiatenirte sich dochendlich bey dem thron / und setzte die Waffen wi-der die damals noch ungläubige lackier fort/machte auch endlich diese Proving der CronSchweden unrerrhan/ woraufer A.nsO ver-starb.

Nach ihm wurde das zepter K. Malde-marn/Birger Ierls mOst-Gothland söhn/aus dem geschlecht des heil. Erichs / anver-trauet / wegen seiner jugend aber dessen Herrvater zum Reichs-gehülsten verordnet. Solange dieser lebte / gienge es alles wohl zu; nachseinem absterben aber entsponnen sich verschiede-ne innerliche unruhen. Seine eigene Henenbrüder waren von der Königin etwas schimpf-lich angelassen worden/und suchten numehr ihreräche in Vertreibung des bruders vom thron.

Darüber entstünde em krieg/welchen der Königmit abtretung der Schwedischen Haupt-land-schafft an Klsgnum zu tilgen trachtete; daherauch dieser unter die Könige in Schweden mit-gezehlet wird. Er sührele mit denDänen krie-ge/deren ausgang dahin lieff/ daßK. Walde-mar vollends gar um die regierung/ und K. ^ßnus auch zum zepter über Gothland kam. Die Nm ^

geschichte nennen ihn deßhalber Ladelas/ d.i.Scheuren-Verwahrer/weil er durch schärftegesetze und hals-gerichls-Ordnungen die diebedermaßen dünne gemacht / daß man das seinigenicht mehr verschlieffen dürften. Seinen un-terthanen war er so beliebt/ daß sie seinenA. 125O entseelte?: corper ans der InsulMisingsö/ allwo die Könige bißher ihre resi-dentzien gehabt/gen Srockholtn in die 12 ta-ge retse zu grabe auf den achseln trugen.

Sein Hen söhn K.Birger i! war der zeit nochsehr jung / darum verwaltete der Reichs-Marschk oder piemi-r-^inickr,'l'c>rcbllj Knut-ton,dieKönigl. regierung/und zwar nicht ohnerühm und zun: schrecken der feinde. Nachdemder König mündig und zepterfahig worden/führete er durch den Feldherrn Torchill widerdie Relljsen schwere kriece/ und brachte dasland Carelien A. 1292 ar. Schweden. DieMm gröste