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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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253
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wahrhafft und fürsichtig gehalten« Sielieben die reisen in fremde lande und cultiviwnsich wohl. Das Dänische frauen-zimmer istWohlgestalt/fruchtbar/und verstehet die hauß-haltung wohl. Haben sie manner / die an au-torität schlecht verwahret sind / so ziehen sie diesemM- hosen an. Die Norweger sind einfaltig /?Mwe-gastftey/lassen einem jeden das sinnige/und da-srr. her findet man in Norwegen wenig diebe/ undnoch weniger mörder und rauber. Sie sindgute see-leure und treffliche wallfisch. und an-dere fischfängcr/ scheuen keine arbeit und unge-mach/habe»? auch inehr hery/als die Dänen.Diese Nation aber halt man sehr hart/ und Zie-het ihnen wenig occalion sich tapffer zu erwei-sen; wie denn der Norwegische alte Adel gantzx>er IM abgegangen ist. Der Ißländer lebens - artder. ist ziemlich ungeschlacht und wilde/ haben wenigerbaute hauser und stadte/ sondern wohnengrösten theils in klüfften/bergen uiw waldern.

Ob nun wol die samtlichen Reiche / Jnsulenund lande des Königs groß genug sind: Sosind sie doch sehr von einander entlegen / und ge-ben ihren einwohnern kaum die nothdurfft/ha-ben auch wenig kauffmanns-waaren und manu-käuren/ausser eisen und holy.

Die Danen/Norweger und Schwedenhaben allerseits die Temsche oder alte?elnschesprachezjedoch sind sie an der mund-art so wohlunter sich selbst/ als auch von der Hoch-Teutschenspräche mercklich unterschieden. Massendenn eine jede ihre besondere eigenschafften hat/deßhalber auch die Dänen und Schweden vonden Hoch-Teutschen nicht verstanden werdenkönnen. Im übrigen haben auch die Danenviel fremde Wörter/ welche man zur deutschenspräche nicht ziehen kan. Insonderheit aber istdie Danische spräche von drep besondernmund-arten: sintemal die Iütländer schonetwas anders als die Baltischen/sonderlich diesee-länder/ und diese wieder anders als dieSchonen / die Wörter geben und aussprechen.Die Norweger aber haben die Zeltische sprä-che noch reiner / als die Danen oder Schwe-den/behalten. Von dem Norwegischen iclio.msre istdieIßlandische spräche entsprungen/welche die Norweger etwa also / wie die hoch-deutsche das Holländische/ verstehen.

Uber vorbeschriebene Königreiche und lande

'iajnähme/regieret anitzo der Allerdurchlauchtigsie /Großmachtigsie Fürst und Herr / HerrFriedrich der Vicrdte / Röntg in Dane-Marek/ Norwegen/der N)enden und Go-then/ Heryog zu Schleßwig / Holstein/Stormarn/ und der Ditma rsen/ Graf zuOldenburg und Delmenhorst. Ihro Rö-nigl. Maj. sepnd den ii Oceobr. A. 1671glücklich zur welt konimen. Jhro Herr vaterwarB»önig Christian v in Oanemarck/ dieRönigl.frau mutter tstfeauLliariot^ /^ma.

!iz,Landgrafr0ilhelmsVlzuHessen-Cassel/

und Hedwig Sophien Churfürst GeorgeWilhelms zu Brandenburg tochter. Se.

K. Mas. vermähleten sich den s Decembr. A.1695 mit der damahligen Princeßin bouyle,Hertzog Gustav Adolphs zu Mecklenburg-Gü-strau/ und Magdalenen Sibyllen/ HertzogFriedrichs zu Holstein-Gottorfftochter / auswelcher glückseligen ehe bißhero drey Printzenentsprossen/nemlich:

titulundStbmt.

1 prmy Christian/geb.den 28 Jun. A Kömgl.km-1697/ welcher in der nacht zwischen dem i und 2^'"^Octobr.A. 1698 mit tode abgieng.

2 priny Christian/ geb. den zo Nov.A-

1699.

z pringFriedrichCarl/geb.den 2z Octob.A.1701/ welcher den 7 Jan. 1702 mit tode ab-gieng.

Sr.Rönigl.Maj.nochlebendeRönigl.ge-schwister seynd folgende:

1 princeßin Sophia Hedwig/geb. den 28Aug. A.1677.

2 priny Carl /geb.den 2s Ott A.i68c>/ wel-cher LU699 die hohe würde eines Vice-Rönigsin Norwegen überkaln.

z priny Wilhelm/geb. den 21 Febr. A.

1687.

Die prinyen und princeßinnen vonAonigl. geblüte sind:

1 priny Georg/ Erb - priny zu Väne-marck/Norwegen/der Wenden und Go-then/ Heryog zu Schleßwig/ Holstein /Stormarn und der Ditmarsen/ GrafzuOldenburg und Delmenhorst / geb. den 21April A.i6sZ/dessenHoheit in coi-Mersriof' dewmit der Princeßin Annen ST'UHkli^RöntgsJacobs ll in Engelland frau tochter/Ä.i68zam 7 Aug. getroffenen Vermählung vom KönigWilhelm zum Hertzoge von Cumberland undGrafen von Kendale gemacht worden. Nach-dem nun dieKöniglicheGemahlin auf den thronvon Engel!-Schott-und Jrrland erhoben ist/haben sie Seine Königliche Hoheit zum Groß-Admiral und Leneralilkmo zu lande und see er-kläret/dero acht kinder sind allesamt/ und zwarder Hertzog von Glocester zuletzt A.17OO mit to-de abgangen.

2 Ihre Hoheit frau Anna Sophia' Sr.Churfürstl. Durch!. Hertzog Johann Geor-gens m zu Sachsen gewesene Gemahlin/ geb.

1647/ und vermählet A. 1662 / seither A.1691 nu-mehro wittbe.

z Ihre Hoheit frau Friderica Amalia/geb.i648und vermählet mit Hertzog ChristianAlbrechten zuHolftein-GottorffA.i667/numeh-ro auch wittbe.

4 Ihre Hoheit frau Wilhelmina Erne-stina/ geb.i6s-o und verheyrather an ChurfürstCarlen/Pfaltz-Grafen bey Rhein/A.i67i/eben-mäßig wittbe.

Die übrigen Königs Agnaten sind die Her-ren Heryoge zu Holstein / von denen in derbeschreibung des heil. Röm. Reichs behörigeNachricht ergangen.

Des letzt-verstorbenen Königs natürlicherHr. bruder ist Seine hohe Lxc-ellsn? Herr Ul-rich Friedrich Güldenlöw/Graf zu Iahr-rvige/ Iarlsberg und Heryhorn/Aonigl.ehmaltgerVice-ReinNorwegen/geheim-ter Rath/General-Feldmarschail / ober-ster Kämmerer/Gouverneur der provinyund stadt Bergen/Ritter des Elefanten-Ordens/und hielte derHerr vater dielen natür-lichen söhn so werth/ daß er ihn zum Könige inNorwegen krönen lassen wollen/ welches aberdurch dienliche remonürstion unterbrochenworden.

Höchst-gedachtes verstorbenen Königs na-türliche kinder von Sophia Amalia Moch / ei-Ji z nes