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Oes Europäischen Heroldszwcyte Haupt-Handlung
K. Eduardv.
starb dieser durch die eigene Hand des blutgieri-gen Hcrtzogs von(ZIoceüer A1472. Also befe-stigte sich K. Eduard in seinem Lzt-a besser / undführte den zepter biß A.148Z.
Seinen unmündigen söhn R. Eduarden Vbrachte sein ehr-und blutdürstiger vormund/undVaters bruder/nur gedachterHeryog Richardvon (ßloceffer/durch list undunterm vorwand/Eduard i v wäre ein bastart gewesen/und also erder rechtmäßige Cron-crbe/um das Königreich/und endlich samt dessen bruder Hertzog Richar-den von Pork/auf einem tage jämmerlich umsleben A. 148z/ und liesse sich wenig tage hernachWirdumge-^mt seiner gemahlin die Cron aufsetzen. Die-fem tyrannen war derHertzog von ,
auch Graf Henrich von kickemonc mit allermacht zu wider; und wurde er auch in derK.Henrich schlacht bey LosvvorrU erschlagen/ und diesemV". Nenrico, eineni gemahl der Princeßin ElisabethK.Eduards 1 v ältesten tochter/ die Cron Ä. 148saufgesetzt.
Fataler Diese bisherige zerruttungen und schweremeit der innerliche kriege rührten her aus dem wslenDothen'rosen streite der häuserPorck und Lancaster. Beedewird deyLe-helben ihren Ursprung aus der famiüederi'lavts-^ ßeniücn/oder 6' ^njvu, und zwar zum gemeinenstaMm-vater König Henrichen i! in Engelland.Dessen enckel K. Henrich tti war mit zmeen söh-nen begabt/ König Eduarden! und GrafEd-munden von Lancastrien/deften linie A.iz6i aus-gestorben. König Eduards Iii vierter söhn so-kannes äe Lanclsvo, Hertzog vonLancastrien/conttiwirte die andere dieses Hauses.Dessen Herr söhn König Henrich iv stieß seinesvatern brudern söhn / König Richarden 11 undletzten aus der Plantagenistischen kämjlia,dVrälteren linie vom throne / und setzte sich daraufZl. iM; und dieses hauß führte die rothe rose.Der stifster der weissen rose aber war HertzogEdmund von Pork/der fünffte söhn König E-duards m, dessen vor-enckel K. Eduard iv ausder Porkischen linie die Lancastrische linie druck-te/und durch verstossung König Henrichs Vl,König Henrichs iv seines enckels/wette machte/was dieser an der Königlichen Plamagenisti-schen oder piimoZenisl-linie in der person K. Ri-chards!! gesündiget hatte; diesem Kön. Eduar-den kostete es aber seine beeden Printzen / undwütete das hauß Pork oder die weisse rose in seineigen eingeweide/wie vorerwehnt/ und KönigRicharden M kam das unfchuldig-vergosseneblur wieder auf stinen kopff durch der ermorde-ten Printzen schwester-mann / vorangeregtenGrafHenrichen Vü von kicllemvnci aus demhause luclor, und also von der fr.mutter her auchaus dem Lancastrischen blut-skamme / der ihmedie Cron samt dem leben entzogen. DieserHenrich v 11 nun hat durch vorbedeutete Heyrathder Princeßin Elisabeth / König Eduards IVPrinceßin tochter/die beeden rosen glücklichvereiniget und dem Englischen Staat denvuhestand und bessere Verfassung zu wegengebracht. Wiewohl ihme doch die falschenCron- erben/alsbamberrLymnei, eines beckensöhn/ der sich vor GrafEduarden von ,
den letzten Herrn aus der Plantagenistischen ta-n4!>2,und ?erl<jn Vl/s» deinen , so sich Vor KönigEduards iv jungem söhn Printz RichardenHusgaben/ viel unruhe und blutige ckverliones
machten. Nachdem er aber diese betruger be-hörig abgestrafft/setzte er seinön Lstar feste/ undbimerließ das Reich A.1509 seinem söhn K.Hen-richen vili.
Dieser ist seiner sechs weiber halber/auch we- K.gen des tractats/den er cle VII 8acramentis 6c in-VUI.6u!Zencü8wider I-Utkerum geschrieben/(wiewoler mit eines mönchs kalbe gepflüget haben soll)sehr beruften. In der mit seiner zwantzig jäh-rigen wohlgerathenen/letzlich aber äogomirtengemahlin Fr.Catharinen/ gebohrner Znfan-tin aus Spanien/ seines verstorbenen ältembruders ^rtburi hinterlaftmen / und/wie manvorgab/unberührten wittben vorhabenden ehe-scheidung/machten ihn die Päbstl. imrißuessomißtrmiend / daß erdie sppeNarion^ an denstuhl gen Rom verböte / befahl die Bibel in En-gelländischer spräche zu lesen/ kündigte hernach SondertA. 1534 dein heiligen vater allen gehorsam auf/U^^und nannte sich das Haupt der Englischen Pabsttw.kirchen/schnidte dem Römischen stuhle denve- .narium8. ?eni oder?eter-?cri5, oderI<omekcotwelcher aufdie 186512 Englische pfund der Rom. schalst.,kammer jährlich eingetragen/ auf einmal ab/nachdem derselbe seiter A. 725 nach Rom vonjedem Hause in Engelland geliefert / und dessenUrheber ln28, König in Westsex/ gewesen/alsderselbe in itztgedachtem jähre eine wallfahrtnach Rom gethan. Numehro aber legte manzu König Henrichs vm zeiten sothanen ?erer-
nicht als einen tribut/oder Römischen schoß/sondern als ein blosses clonsriv aus/welches nachgefallen geändert werden^ könte. Hiernechstzog er auch die kirchen-guter und imrsöen derklösterundstiffter ein/ und ließ die mönche undnonnen/ aus verdacht einer coüulion mit demPabst/zu ihrer sreyheit gehen/ l). Luthers lehreaber wolte^ er nicht beypfiichten / weil er auf ihnnoch ungnädig war. Awinßüo traute er auchnoch nicht/ bliebe also beym Römisch-Catholi-schen glauben / ob er wol in ceremonien vielesänderte. ^ Er legte auch grosse schatzungen auf/und verfälschte am allerersten unter den Köni-gen die müntze; darüber das volck so schwierigwar / daß/ wenn Franckreich und der Kayserdamals nachdem rathe/ welchen der Herr vonesslUlon gab/ sichdarzu bequemet hätten/ siemeister von Engelland werden/ und es unter sichtheilen können. Er war so jaloux über die vs-nersrion , welche das Englische volck den reli-qmen des heiligen?KolN25, Ertz-Bischoffs zuCantelberg/erwiese / daß erÄ.i5z8mehr als4OO jähr nach seinem tode ihn als einen Maje-stät-schänder verdammen und seine gebeine ver-brennen ließ/ auch alle opffer und stifftungen/ diezu seinem altar gewidmet waren / sich zueignete.Er fieng an die Kalance zwischen denen Königenvon Franckreich und Spanien zu halten/ undwarbeyallen ihren kriegs-und friedens - ge-schafften eiferig bemühet/ schlug die Frantzosenin eine solche flucht/ daß die bataiNe Ii» journee cle»eperons genennet worden. Mit denen Schot-ten hat er viel blutige Händel gehabt/und endlich/nachdem König Jacob vin Schottland ohnePrintzen mit Hinterlassung der kleinen Princeftsin Marien verstorben/in Vorschlag bracht/ diesean seinen Printzen Eduard zu verheyrathen/und die beeden Brittannien oder zwo krönenzusammenzubringen.
Mit
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