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DcsEuropäisihcn Herolds zweyte Haupt-Handlung
krafft dessen die Cron Spanien den Aomgvon Portugal! nicht allein für einen rech-ten iouversinen V^önig erkennen / lindernauch beyde partheyen einander zeit wah-rendem kriege abgenommene plage undörter/ausser Ceuta/so der Cron Spanienverblieben / wiederum abtreten müssen.Und aus diesem fundament hat von ?ecltoproreUiret/ daß sich der Catholische König indem Aakischen frieden nott) des tituls von Por-tugal! und Agarbien gebraucht. Nachdemalso das Königreich Portugal! von aussenwieder beruhiget worden / hat man auch deninnem ruhestand fest zu stellen sich bemü-het.
vc.» äiknlo Massen denn der bey dem volcke verhaffete
Ädie ^ ^lsonfo in die Insu! ?er?cra geschicket/ und
h?ti. ^ daselbst gesanglich verwahret/ jedoch mit einemunterhalt von 270000 pfund sahr-renten versor-get worden. Er suchte zwar die freyheit / undbemühte sich zu entkommen/wie er denn A. 1675imJulio einsten wieder in Portugal! srriviret.Man nahm ihn aber zu Lintra in arrest / undführete ihn wieder zur vorigen custsdie; wozudenn dieses nicht wenig mag geholssen haben/daß sich einige conssirsoten gefunden / welcheden Printzen ermorden / und den König AlfonsoWieda' aus den thron setzen wollen/ welche aberzur verdienten lebens - strafe gezogen worden/die gesuchte freyheit geriethe dem von Skontozu genauer Verstrickung/ welche biß an seinenA.i68z den 12 Decemb. erfolgten tod conrinui-ret.
Unterdessen wartete die im Franciscaner-kloster sich aufhaltende Königin mit gleiä)maßi-gem hoffen und verlangen auf die eheschei-dungs-tenrentz/ oder vielmehr auf die cleclars-von , daß die zwischen König älfonlo und ihrzukocbesse den 27JuliiA. 1666 vorgegangeneehe-vermahlung noch zu keiner würcklichen Voll-ziehung kommen/ viel weniger dieschwachheitund das Unvermögen des Königs durch mensch-liche kunst abgewendet werden können: Da-hero die geschlossene Heyrath vor null und nich-tig gehalten/und den streitenden partheyen diefreyheit gegeben wurde / mit ihren Personennach belieben zu walten / und solten dero gü-ter/nach innhalt der ehe-pacten/gesondert wer-den.
Hierauf handelten die Rache und Standewegen einer anderweitigen Vermahlung derKönigin mit vov ?e6ro, und nach dem beydedurchlauchtigste Personen einander das ja-wortgegeben / suchten sie die äjsyenlarion der kirchen/um der ehrbarkeitmd dem Wohlstände ein ge-nügen zu thun/ und wurde von den Standenbeschlossen/daß die Königin das ?rXckcat - Rö-nigl. Majestät/nach wie vor behalten solte.Es hatten aber die Fmntzosen beydes der ^lo-blelle als auch dem gemeinen manne zuverläßigbeygebracht/daß/ wem der Regent eine Prin-ceßin aus dem haust Oesterreich Heyrathenwürde/er unfehlbar durch artzeney unfrucht-bar gemacht werden solte: Woher denn erfol-gen müste / daß Portugal! wieder unter dasverfaMe joch der Castilianer kommen würde.Ja es hatte die Königl. frau mutter in Spa-nien/bey Messung des friedens/ alle gewistsens - Räche und ibeoloLvs gefraget: Ob es
nicht zuläßlich/ daß man anitzo etwas an Por-tugal! versprechen könte / welches man bey erei-gnetet' gelegenheit über kurtz wieder umstossenkönte ? Also wurden die Stände und unter-thanen bewogen / diese Heyrath als eine demStaat fürträgliche/ ja nu mögliche und der cli-stienvrion würdige sache anzusehen/ selbigeauch dem Pabst solcher gestalt vorzustellen.
Weil nun der Cardinal von Vsnäome ob-gedachter massen ein Vetter von der Königinwar/auch freye gewalt zu 6ichenbren hatte/ soertheilte er dieselbe allhier um so viel desto wil-liger/ als ers auch einer andern person bey der-gleichen gelegenheit nicht würde abgeschlagenhaben. Die worte der Päbstl. bulle sind be-dencklich/indem selbige in sich halten/ daß diehierzu verordnete Commissarien machtundgewnlt haben selten/ A.AlfonsiHey-rath zu caßiren/zu trennen/und zu snnulij.ren/auchso gar ohne seine einwilligung/oder falls sothane Heyrath gültig zu seynschiene/wie nicht weniger/falls man findenwürde / daß selbige gültig seye. Ferner sel-ten sie gewalt haben/wegen der zweytenHeyrath zu ckchenliren/ unerachtet des im^pecümenti publica boneUaciz, oder aller ande-rer verhindernisse/ sie seyen auch/ wie sieweiten/ welche entstehen könten/oder alsoscheinen möchten. Mit dem besehl/ daßunerachtet A.Alfonsusoder andere dabeyincerelbrte Personen weder ihre einwilli-gunggegeben/nicht hierzu cmretoder ge-höret worden/ unerachtet die Ursache/warum Se. pabstl. Heiligkeit diese bulleertheilet/ weder gnugsam erwiesen nochjulMciret worden / daß dennoch besagtebulle/ und das jenige / was in derselbenenthalten/ niemahls angefochten/ wider-ruffen oder umgestoßen werden solten/wiebilligmaßig auch die Ursache / oder wiegroß auch der Mangel derselben seye/u.d.in. Solchemnach wurde noch den 2 April desi66zsten jahres durch den Weih-Bischsff zu^lcsntars die copularjon verrichtet/ und schickteder Königl. Regente nebst seiner gemahlin denJesuiten srsncesco Ue Villez an Pabst Llemen-tem lX um die Päbstl. colikirmarion auszuwür-cken/welche auch erfolgete/und die kinder/wel-che aus dieser neuen ehe erzeuget werden möch-ten / vor legitim und acht /auch der Cron-erb-schafft würdig erkläret wurden.
Nach diesen leistete von ?eäro den eyd seinerregierung / und versicherte sich nochmahls derStande treue durch würckliche eydschwüre /notikc.xte das angetretene regiment denen aus-wärtigen Potentzen/ bekam auch von Frank-reich/Spanien und Engelland solenne Fratula-tions-complimenten durch Gestindsthafften/undhandelte im /wZutto die Reichs -geschäffte mitden Land-Ständen ab. Aus diestr nahen ver-schwägerten liebes-alliance ist A. 1669 am 6Jan. eine Prineeßin /IsabellaL-udovica ge-Dü Cm-nannt/ erzeuget worden/welcher die Stände/um allen der erbfolge halber besorgenden Un-richtigkeiten vorzubauen/auf den fall/ da keinemannliche Cwn-erben aus dieser ehe folgen sot-ten/ so balden nach der geburt die succelüon derbeydenCronenportugall undAlgnrbien zu-geeignet und übergeben haben. Sie wurde
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