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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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von dem Königreiche Frankreich. 5

söhne/Carin und Carienmnuen. Dessen Insul darsür cinbüssm/und die Prälaten nah-letztern Königreich Austrasien und zugehörige men ihme das creutz/ und jagten ihn aus derlande nur drey jähr Hernack) auf seinen lödtli- kirchen ins exilium»chen abgang A. 771 an Röntg Carln zurück fie- Die regiersucht - Hütte Lotharluzn / dem inlen / und diesen zum mächtigsten Monarchen der brüderlichen theilung das Deutsche und w^cnÄr^ > fflclxr zeit machten. ^ Itaiiänische Reich sinnt dem Raiffcri. ti-iMS?»mächMst^ ^^ne große thaten / sonderlich in dem drey tu! zukommen war/wider den vater gewaffnettMonarch, und dmßtg-mhrigen kriege wider die Sachsen und reihte ihn nun auch wider seine brüder/dennund deren Überwindung / die erhöhung der er meynte nicht groß genug zu seyn / wenn er sieFramzoijchen Monarchw / die conquestirung nicht ihrer lande beraubte. Das gemeine inte-des Lom bardischen Reichs / erweiterung reffe/welches beede bruder hatten /vereinigte ih-der grantzen biß in Lastilien / eroberung des re macht wider diese ungerechte.vezgewaltigung/grosten theils Tcutschlandes biß an die Do- und lieferen sie dem ältesten beyAuxerre eine sol-nau/wie auch inDacien undJllynen/und weiter che blutige schlackst / daß bey loo^OO mann bey-biß an die Eibe / die stifftung so viel herrlicher derstits aufder Walstatt blieben/und LothariusBisthümer und Jntrsductionen des christlichen gezwunge winde zuÄachen eine neue theilung Hauptyek-glaubens in vielen grossen landen / da man biß- fürzunehmen. Er behielte zwar die Ran-her noch den götzendienst gehabt/ haben ihme s?rl. Würde und das Römgreich Italien/ !andsch^!den nahmen des Grossen Mich beygeleget. Ob Lombarden und Provence / wie auch den tm.ihme daöPrädicat eik?esRönüschen Räpsers/ thei! von Burgund und Austrasien / welcheswelches ihme der Adel und das volck Zu Rom von ihm das Reich zu Lotharingen genen-durchPabstLeo A.800 öffentlich bcygefüget/ net wurde» Und Carl der Kahle hatte seineine mehrere Prärogativ und.hoheit / als er zu- erbthei! in Franckreich unter Königlichem titulvor nicht gehabt/ oder umer andern tituln be- empfangen/ nehmlich von der Maase an biß an' festen / zugebracht / daran zweifeln nicht nur die die West-See» Dem zweyten bruder / Rö-Frantzosen/ sondern auch viel andere gelehrte mg Ludwigen/kamen die Teutschen Lan-fremder nationen.Es ist aber doch aus den alten de/ Ost-Francken / und was disteit Rheinuhrkunden zu erweisen / daß er durch diesen auf- And der Maase / darunter auch' ein stücktrag und Übergebung des rests der alten Kays, von Hoch-Burgund gelegen war/zu.lande inJmlien/und des Exarchats von Rom/so Welche theilung verschiedentlich befestiget/ undwohl durch diePacta mit den Griechischen Kay- A. 86c> endlich bey der Conferentz zu Coblentzfern/die höchste würde unter den Königen und am Rhein Lonstuentlmz > welches das ersteFürsten derOccidentalischenReiche und Staa- Neichs-sundamental-Gesetze ist / und eine ewi-ten/mithin auch das i)ii c-tvrium in der christen- ge Verbindung / alliantz und freundschafft zwi-hest aufgewisse maff/und unbeschadet der ftey- schen den Teutschen und den eigentlich so ge-hest undMaiestät der übrigen Potenzen / erlan- nannten Francken-Reichen begreisst/ausgerich-gek habe. Er starb A-8»4 und nahm die tet / auch wiederum zu Metz A. 868 constr-nem? der FrantzöischenMonarchie mit ins grab, mstet wurde/ darauf im andern jähr nochMtt die^ Denn sein Herr söhn und Nachfolger/Raxser mehr befestigungen erfolget.

Hoheit der Ludwig der Fromme / hatte weder cour-a- Franckreich hatte von den bißherigen inner-

noch csnduite genug / einer so grostcst und liehen Kriegen sich noch nicht wieder erholet/

der. ' aus vielen neuen conquesten oestehendenMonar- da fielen die Kormänner oder Norweger in

chie und Reiche gewachsen zu seyn; allermaffen die landschaffc Neustrien ein / bemächtig- männe/e«

auch seine Herren söhne / Lotharms/ Ludwig sten sich derstlben / und nenneten sie die Nor-

und Carl/damit übel zufrieden waren/ibn ver- mandie. Die Nation wäre in diese lande nicht"

achteten / und dahin zwangen/ daß er ihnen noch kommen/wenn nicht Kayser Lotharius sie/als

K Ludwig h^Mn lebzeiten das Reich austheilete und auMar-trouppm/ wider stinen bruder mit

RN- den Königlichen nahmen abtrate. Welches herein geführet/ und ihnen urfach gegeben bey

wickm. ehenderRu este^uiren / weil der fromme ihren landes-leuten die chrtrefflichkeit dieser

Herr von jederman Verlusten / und denen bischös- fruchtbaren gegenden zu rühmen / und das Pa-

sen um ihres eigenen imereste willen und aus radiß so furzubilden/ daß sie appetit darnach be-

der trennung grössere fteyheiten zu gewinnen kamen sich auf den weg über das ^rs No.stlü-

das vierdte gebot so weit entfallen war/ daßsie eum zumachen und diesen theil landes zu con-

Lhn zur Reichs -Abdanckuug nöthigten. Und questiren. Jedoch muste sich König Carl ist

ob sich wo! noch einige treue Stände seiner aus die zeit sihicken/und damit er den durch absterben

reue/und in erwegung/daß derMonarchie durch Kaystrs Lotharii söhne immittelst erledigtest

solche trennung sehr geschadet worden / anngh- antheit landes nicht auch verlieren möchte/ eine

men / und ihn wieder auf den thron satzten/be- alliantz mit denen ungebetenen gasten schliessest

krieaten ihn seine söhne dennoch anderweit/und und sie bey sich dulten; hergegen erhielte er die

plagten ihn dermaßen / daß er eine abermahlige Rayserl. würde / und die landshafft Loeha-

theilung derer lande bewilligen muste/ über ringe»! samt Provence. Starb daraus^??-welchem zwang und verdrüßligkeiten er vor un- Sein söhn und Nachfolger Rönig Ludwig

wmh A.840 starb. Eswar bey der ceremonie der S tannnlende verfuhr frühzeitigen todes/

der Restitution des Kayiers zur Regierung und verließ seinen noch unmündigen söhnest/

denckwürdig / daß sieben Ertz-und Bischöffe ü- Ludwigen/Carle,nannen / und Tarln dent

ber dem Haupte des Kaysers ihre gebeter und Einfältigen die Reiche und lande in grosser

bußklagen sprachen/ Wd ihre untreue öffentlich gefahr» Die beeden erstgenannten waren nur

erkannten. Lbbo/Erkbischoffzu Rheims/der ih- natürliche kinder / der letzte aber Cron-Printz /

mevorwählen die Cron geraubet/ muste seine welcher erst nach väterlichemqbsterben geboh-

A s rest