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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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von detn KönigreicheFranckreich.

die regierung dererFrancken allezeit »nonar- Staats / noch mehr aber die Christliche Reti- stMbu«chisch/männ-und erblich/folglich dasFrauen- gion. Dennertödtete Ä-486 87^1^ den ^zimmer auf ewig vom Aepter und Crone Römischen Gouverneur in dem übrigen theileausgeschlossen seyn solte/ zugeschrieben. Sein Gnllia/ und brachte es durch befestigung seinessöhn Konig Clodron oder Clodius/ der throns dahin/daß die Römischen Kayser anLanghnrigte genannt/bezwang die Alleman- Wiedereroberung der Gallischen Provinziellnen / und eroberte ein groß theil von (ZMz Cel- nicht weiter gedencken durfften / verssrcte dastica,und lZelZicam,welches er vomVater ererbet/ Reich der Gothen in Languedoc / und machtedarüber aber bey denen Potentaten in denen ü- sich dieselbe gegend landes auch unterthan / be-brigetnheilen von Europa grosse jaloulle entstun- zwang einen feinen theil Ober-TeUtschlandes/de. Sonderlich aber nahm man zu Rom den tilgte den rest der Römischen botmäßigkeit auchVerlust dieser lande sehr zu herben / und fertigte in diesem lande/ machte ihm die Burgunder tri-den General ^etium wider ihn mit einer ziem- butbar/ und brachte auf veranlassung seiner Ge-steh starcken armee ab / um zu verhindern / daß mahlin Chlotildis/die eine Christin/und aus-die Römische macht in Qermama üiyerivre Lc in- niglichem Burgundischen geblüte entsprossenferiore nicht gantz und gar zu boden geworffen war / sich selbst und durch sein Stempel die gatt-würde. Das Römische Heer hatte so guten 8uc- ye Nation zun, christlichen glauben. Denneess daß fast das meiste theil der Oongueten jen- als er A. 499 denen Sicämbrls im lande Jülichseit Rheins wieder in der Kayset gehorsam ge- eine schlacht lieferte / thate er ein gelübde/daßbracht wurde / darüber Oloäion stch zu tode küm- er sich/dafern ihme derChristenGdtt den sieg ver-werte A. C. 4si- leihen würde / zum Christenthum wenden wolle!

A.Merovä- Sein söhn/wie etliche wollen/oder vielmehr Da er nun das glück des sieges erlanget/ begabter de"/r! sein slieff- söhn / und Reichsfolger / Xlerovseus, er sich mit grosser äevotion zum christlichen glau-steil Kön. von dem der Merovtttgische Römgl. Stamm ben/und liesse sich zuRheims vomBlschoffRemi-Stgmm.es. uahmen hat / brachte den rechten erben / nem- gio / nebst annehmung des nahmens Ludwig/stch Clodions unmündigen Printzen Sigimern/ tauffew dahero Rheims noch biß aufdiese stundeum die cron / machtemit dem Römischen Reich der Crönungs-ort derer Könige in Franckreichstillstand / cvniunZii te hernach die waffen wider geblieben. Er war/ nach den Römischen Kaysern/den gemeinen ftind ^ttilam,der HunnenRöntg/ der erste unter allen Königen/ welcher die christli-erweiterteseinReich biß gegeMayntz/hieraufbe- che.religionannahm/weßwegen ihm der titul des Ut-t deZ;wang er auch die Picardie / und andere annoch Allcrchristlichsten und des erstgebohrnen u Mtt un»bißher unter der RömischenHoheit stehendePro- Sohlw der Kirchen beygeleget wurde / aus ersigebohr-.vintzien biß in Oalliam l.uZciunenlem / (worzu ih- welcher titulatur die nachfolgende Könige in de?me die Hinrichtung des Feldherrn darin- Franckreich sich des Vorsitzes über andere Koni- theo-nen RäxserValentinian m einen grossenpo- ge/ ausgenommen den Kayser / angemajstt.litischen fehler begienge/mercklich zu statten kam/) Bey der tauffe soll / in ermangelung des öls/ einemachte pariß zur Haupt-stadt des Fräncki- taube vom Himmel kommen seyn / und ein gefäßschen Reichs/ und Meuritte seinen Staat der- mit öl gebracht haben / womit Clodoväus ge-massen/daß ihm keiner dargegen gewachsen war. salbet worden; inmassen denn die Könige inDieser tapffere König starb Ll. 460, und wsil Franckreich mit diesem heiligen öl aus der so ge-die Francken bißher aufveyden selten desNheins nanten ^mpulla ktbemenll bey ihrer Crönunggrosse Lon^uetongemacht hatten/so wurde das noch allemahl gesalbet werden. Dazumahl.jenige / was disseits in Teutschland lag / krancia soll auch ein Engel einen schild mit lilien ge-0rient3li8 , Ost-Francken / das jenseitige theil bracht haben / welcher noch zu Rheims als einin Franckreich aber kr-meia Oecläentalis, Weft- Heiligthum aufgehoben wird / worauf ClodovasFranckreich/ genennet. . us die drey kröten oder dienen aus demnc?w?v Childeric l, dessen söhn / brachte durch Frantzösischenwapen genommen/Ulid dargegendes Reichs sein wollüstiges leben die Stände dahin / daß sie vorgedachte drey lilien hinein gesetzet habenvertrieben, ^jver ihn revokktten / absonderlich weil er ihre soll. So soll auch eine fahne mit ltlten vdMweiber zur Unzucht brauchte / und sein geheimder Himmel gefallen seyn / welche die Frantzosen ORath und Favorit Gnpeman riethe ihm die rMamme oder^uri stamms. weil sie von gold-fiucht gegen Thüringen zu seinem Vetter oder und feuer-farbenerseide gewesen / insgemein a-bruder Rönig Bachino oder Basino. In- ber die standarte der Abtey 8. Ownylii nennen/zwischen erkannten die Francken den Römi- und welche die Könige in Franckreich vor diesem»tt zcit in schen Landpsteger (Zilles oder vor im kriege gebraucht. Endlich soll auch diesermir, ^ ihren Scuwerain / sehneten sich aber doch acht König zum erstenmal)! die heilungs - krafft derjähre hernach / als sie dieser zu hart hiel- kröpfe empfangen haben / wiewohl andere sol-te / und auf den alten Römischen fuß t^ckiren ches clvtario 1, andere Ludwig ix, und anderewolle / nach ihrem angebohrnen Herrn/ und PhilippoVl zuschreiben. Das beste/ was ersetzten ihn A. 469 durch Gnyemanns treuen an- that / war dieses / daß er die West-Gothen inrath und vermittelung wieder auf den thron. Er Languedoc bekriegete / und A. 5S7 ihren Konigbeschützte Franckreich wider die plackereyen und li umbrachte / worauf sie fast alleseinfalle der Britten und Sachsen/ vermehrte in Franckreich verlohren haben,sein Reich durch eroberung eines grossen strichs Nach seinem A. sis erfolgten tode theiteern We ckelllandes gegen die Maase/ Mosel und Saar/ feine vier söhne das Reich/ und mithin des-AU"wie auch ^nxers und Orleans, und nahm Lst 484 sen kräffte und Hoheit. Dann der älteste Printzden rühm eines verbesserten löblichen Regenten Childebert bekam Paris sammt denen darzumit ine Grab. geschlagenen Provintzen / Clotarius l

Seinem söhn Ctodovao dem Grosten dan- Orleans fiel an Clodomiren / und Mey oder

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