Marius anwenden wollte. Bleiben wir also bei den alt-gewohnten Benennungen: Protestant und Katholik; wirverstehen uns alsdann, und die Welt versteht uns; dasGehässige im Aufwecken alter Partcinaincn ist abgewendet,und das Manierirte in ihrem Gebranch, das schon in denwenigen Blättern des Sendschreibens bis zur Unleidlichkcitwiderwärtig wird, ist glücklich beseitigt und abgcthan. AlsNebcnvorthcil gewinnt sich noch, daß der Gebrauch der Di-minutivform, Wclflein z. B., durch ihre Lächerlichkeit sichvon selbst verbietet; da der Anblick jeder statistischen Tabelleleicht über das Verhältuiß der Stärke beider Parteien be-lehren kann, während keine mehr die Rubrik: Welsen undGibcllincn zur Belehrung offen hält.
Wie nun lautet, um von dem Persönlichen zuerst zureden, die Botschaft, die der Scndbrief ausgerichtet? Erspricht also: „Welflciu! deine Schrift, die boshaft genugdes Alcrandriuers Namen auf dem Titelblatte führt, unddie ein Volks Küchlein des katholischen Deutschlands seynsoll, ist mir vor Augen kommen, und hier meine Erwide-rung. Die kleinen Capriolcn deiner Verschmitztheit zwarwill ich nicht alle rcgistriren; man müßte Zeile vor Zeilemit einem anatomischen Messer dir nachgehen, um die Leberdieses Buches, den Sitz des lebendigen Wesens, das sich inihm darstellt, herauszuschälen, um sie für sich allein betrach-ten zu können. Aber wisse! die evangelische Liebe der Wabr-heit ist ein besseres und festeres Einigungsmittcl, als dieverschmitzten Triebe der Welsen, welche die Pricsterhcrrschaftdes Oous in in die Schlacht zu führen suchen; und
daß die Aufgabe Preußens, ohne Irrung durch solche
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