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2 (1804)
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§- 75-

Bildliche Sinnlichkeit.

Wie Malerei Seelen durch Gestalten abbil-det, so die Poesie; nur daß bei dieser Verkör-pern und Beseelen beides Beleben sind, ob-gleich jedes mit anderem Anfang.

Auf die Frage über das Maß der Bilderlasset sich nichts im Allgemeinen bestimmen.Ost tadelt man den Ueberfluß derselben, wennuns bloß ihre Alltäglichkeit quält und abmattet.Wie oft wurden schon z. B. Wunden aufdem Papiere geschlagen, und wieder aufgeris-sen, mußten sich öffnen, sich schließen, ver-bluten, und was das widrigste ist, verhar-schen, nach der ästhetischen Wundcntheoiogie-Durch die Menge alter Bilder dem Wcrthederselben nachhelfen wollen, verrälh die höch-ste Kälte. In den lateinischen und sram