Druckschrift 
2 (1804)
Entstehung
Seite
410
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ganze Sichtbarkeit Himmel und Erdeund Kriege und Völker auf seiner Lippeträgt und bringt: so darf der Dramatikermir dieser Sichtbarkeit die Unftchtbarkeit, dasReich der Empfindungen, nur leicht umkrän-zen. Wie kurz und unbedeutend wird eineSchlacht, ein großer Pomp-Zug vor derPhantasie des dramatischen Lesers durch eineZeitungs-Note vorübcrgeführl und wie kräf-tig hingegen schlagen die Worte der Geister!Beides kehrt sich im Epos um; in diesemschafft und hebt die Sichtbarkeit das innereWort, das Wort des Dichters das des Hel-den, anstatt im Drama die Rede die Gestalt.Weit objektiver als das Epos die Per«son deS Dichters ganz hinter die Leinwandseines Gemäldes drängend ist daher dasDrama, das sich ohne lsein Zwischcnwort ineiner epischen Folge lyrischer Momente aus«reden muß. Wäre das Drama so lauge als