Druckschrift 
2 (1804)
Entstehung
Seite
389
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den aufschreibt, wie Plutarch in seinem göttli-chcn Vademecum. Die That ist ja vieldeutigund äußerlich, aber das Wort bestimmt jeneund sich und bloß die Seele. Daher wirdam Hofe die stumme That verziehen, nie dasschreiende Wort. Die Rechtschaffenen überallmachen sich mehr Feinde durch Sprechen als dieSchlimmen durch Handeln, und beides umge-kehrt.

Zeder Karakter als personifizierter Willehat nur sein eignes Idiotikon, die Sprachedes Willens, der Leidenschaften u. s, w. vonNöthen; hingegen der Wih, die Phantasie, :c.womit er spricht, gehören als Zufälligkeitender Fabel und der Form mehr in die Gram-matik des Dichters als des Karaktcrs. Da-her spricht sich derselbe Karakter gleich gutin der Einfalt Sophokles, in den BildernShakspeares, in den philosophischen Anti-thesen Schillers aus, ist alles übrige sonst