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2 (1804)
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stehen oder gar errathen als unfern wieder-holten. Min verwundert sich, daß z. B.in der Kunst der Dichter die Himmels- undErdcnkarten menschlicher Karaktcre ausbreitet,welche ihm nie im Leben können begegnetscyn, von Kalibancn an bis zu hohen Idea-len. Allein hier ist noch ein zweites Wun-der vorhanden, nämUeh daß der Leser sie ge-troffen findet, ebenfalls ohne auf ihre Urbil-der in der Wirklichkeit gestoßen zu seyn.Das Urtheil über die Aehnlichkett setzt dieKcnntniß des Urbilds voraus; und dieses istauch wirklich da, aber im Leser, so wieim Dichter. Nur unterscheidet sich derGenius dadurch, daß in ihm das Universummenschlicher Kräfte und Bildungen als einmehr erhabenes Bildwerk in einem hellenTage daliegt, indeß dasselbe in andern unbe-leuchtet ruht und dem scinigcn als vertieftesentspricht. Im Dichter kommt die ganze