Druckschrift 
1 (1928) 1389 - 1475
Entstehung
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einzelnen Fakultäten in chronologischer Folge; hierdurch wirdes ermöglicht, mühelos den Kreis der Dozenten für einen bestimmtenZeitraum zu übersehen und somit diejenigen festzustellen, die auf diegeistige Entwicklung eines Kölner Studenten eingewirkt haben können.Ebenso ist ein Verzeichnis der bemerkenswertesten Gäste, insbeson-dere der humanistischen Wandervögel beigegeben.

Einem dritten Bande der Matrikel müssen als Nachträgedie überaus zahlreichen Namen von Studenten und Professoren zu-gewiesen werden, die an der Kölner Universität studiert und gewirkthaben, ohne daß sie in der offiziellen Matrikel uachzuweisen sind,und schließlich die umfangreichen Register, welche die zweckmäßigeBenutzung der Textbände erst ermöglichen. Hoffentlich wird es ge-lingen, diesen äußerst notwendigen Ergänzungsband in Bälde zurDrucklegung zu bringen. Daß die Veröffentlichung der vorliegendenNeu-Ausgabe des ersten Bandes in der jetzigen ungünstigen Zeit er-folgen konnte, ist durch die tatkräftige Unterstützung der Not-gemeinschaft der deutschen Wissenschaft ermöglicht worden,welcher hierdurch der lebhafte Dank der Gesellschaft für RheinischeGeschichtskunde sowie des Herausgebers ausgesprochen sein möge.

Wie bei der ersten Auflage hatte sich der Bearbeiter der Bei-hilfe zahlreicher Sachverständiger zu erfreuen. Ich kann hier nurnennen Herrn H. J. Murray-Bakker in Amsterdam und Prof. A. vanHove in Löwen, welcher mir seine Abschrift der Löwener Matrikelbis zum Jahre 1465 zur Verfügung stellte. Es war mir leider nichtmöglich, die Fortsetzung der Löwener Matrikel, welche noch un-gedruckt ist, einzusehen, da ihre Benutzung nur in Brüssel erfolgenkonnte. Für die Erläuterung der zahlreichen in Köln studierendenDänen und Norweger leistete Frl. Dr. Ellen Jorgensen von der Kgl.Bibliothek in Kopenhagen wertvolle Dienste, für die Schweden Prof.Gottfried Carlson in Lund. Vor allem aber bin ich verpflichtetHerrn Prof. James Houston Baxter, Regius Professor of EcclesiasticalHistorv an St. Marys College in St. Andrews, von dem ich ausschottischen und römischen Quellen viele wichtige Aufschlüsse überdie schottischen Studenten erhielt; hierdurch fällt neues Licht auf diemerkwürdige Tatsache, daß bis in den Anfang des 16. Jahrhundertshinein Hunderte von wißbegierigen Schotten den Weg aus ihrer ent-fernten Heimat zur Kölner Hochschule nicht gescheut haben.

Köln, im Dezember 1927.

Herrn. Keussen.