Druckschrift 
1 (1825) A und B
Entstehung
Seite
638
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Ausdehnung compensirten. Hierzu wählte er daher ein gläjserncs cylinderförmiges Gefäfs, worin sieh ein anderes cylinderförmiges von jBlei befand, dessen gröfsere Ausdehnungdie des gläsernen compensirtc, und erhielt hiermit folgend,,Resultate, wenn R Grade des 80theil. Thermometers, n dieZahl der Versuche, a die Ausdehnung nach Versuchen a 'nach Rechnung unter der Voraussetzung, dafs sic den In-crementen der Wärme direct proportional sey, und t\ dieDifferenzen bezeichnet, das Volumen bei 0° = l.

R | n | a | a 1 | A

10

5

1,04640

1,04647

0,00007

20

4

1,09308

1,09293

+ 0,00015

30

5

1,13943

1,13940

+ 0,00003

40

6

1,18569

1,18587

-0,00018

50

4

1,23188

1,23234

- 0,00046

60

5

1,27905

1,27881

+ 0,00024

70

5

1,32563

1,32527

+ 0,00036

SO

8

1,37174

1,37174

0,00000

Die hier mitgethcilten Resultate oft wiederholter Versucheeines durch seine Gewandtheit im Calciil, wie durch seineFertigkeit im Experimentiren riihmlichst bekannten Physi-kers stimmen mit den früher erhaltenen und unter sich so :genau überein, dafs man allerdings Bedenken tragen mufs,sie denen von Gay - Liissac nachzusetzen. Späterhin stellte jebenderselbe noch 10 Versuche über die Ausdehnung dergewöhnlichen, im Freien aufgefangenen Luft an, und fanddie Vermehrung des Volumens bei dieser = 0,411, alsobeträchtlich gröfser als der trocknen 1 .

Vergleicht man die drei zuletzt erwähnten Versuchsrei-hen, so liegt das durch Gay-LÜssac erhaltene Resultatgerade in der Mitte, welches allerdings sehr für dasselbeentscheidet. Indefs haben dennoch die durch Luz ange- jstellten Versuche, verglichen mit denen von Schmidt, undauf der andern Seite auch die zuletzt erwähnten von Flau-gergues so viel für sich, dafs es fraglich ist, ob man die-semnach die Aufgabe über die Ausdehnung der Gasarten

i J. d. Pli. LXXXIII. 344.