lebhaftem Gefühle zu erfüllen, einen beständigenGegenstand des Vorwurfs, während kalte Seelen,die von diesen Pflichten nnr diejenigen erfüllen,welche ihnen die Notwendigkeit auferlegt, immerruhig und mit sich selbst zufrieden sind.
13S.
In einem gewissen Alter hat man so viel erfah-ren, so viel gelitten, daß Herz und Geist alle ihreTrostmittel erschöpft haben, und daß die wahrePhilosophie nicht mehr darin besteht, seine Leidenzu lindern zu suchen, sondern in dem Bestreben,sie zu vergessen.
133.
Ueber ein gewisses Alter hinans betrachtet mandie Menschen und die Ereignisse, wie man eine»Roman liest oder ein Schauspiel sieht; man erräthgleich den Anfang, den Verfolg und das Ende.Das ist es, was die Greise so theilnahmlvs gegenAlles macht.
131.
Es ist der Wille der Natur gewesen, daß derMensch, dessen Dasein kurz und flüchtig ist, denen,die auf ihn folgen, ohne sich dessen bewußt zu sein,