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Gedanken der Frau Fürstin Constantia von Salm : aus dem Franz.
Entstehung
Seite
96
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Man verlangt, ohne es zu gewahren, daß Un-glückliche immer traurig und niedergeschlagen seien.Wenn das Bedürfniß zu leben, ihres Daseinsbewußt zu werden, ihren Leiden einige Erholungzu gewähren, sie gleich andern handeln oder redenläßt, so ist man gewisser Maaßen überrascht, undder billigste, der gefühlvollste Mensch bedarf einesAugenblicks des Nachdenkens, um zu begreifen,daß die Natur Gesetze auferlegt, denen der Schmerzselber sich unterwerfen muß, uud daß er mitten inden alltäglichen Verrichtungen des Lebens nichtsvon seiner Stärke einzubüßen braucht.

Es findet sich in dem Herzen des Menschen einHintergrund des Neides, worüber er sich keineRechenschaft gibt, und der ihm nicht erlaubt, dasUnglück mächtiger oder hochgestellter Personen inderselben Art zu fühlen, wie er das der übrigenfühlen würde.

Für einen Familienvater gibt es drei großeQuellen des Unglücks, gegen die er beständig auf

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