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Die römisch-hierarchische Propaganda, ihre Partei, Umtriebe und Fortschritte in Deutschland : mit Rückblicken auf die Opposition des Erzbischofs von Köln nach unumstößlichen Thatsachen
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allüberall wurde gebetet, und das Gebet that Wunderund heilte Podagra und Reliquien alter Jugend-sünden, Grind und Fieber; Stumme sprachen undTaube lernten hören, bis die ganze geistliche Farcezu Ende gespielt, und Alles beim Alten gebliebenwar trotz Inbrunst und Bckreuzigungen.

Nach und neben diesen Wundcrkuren durch Ge-bet tauchte ein neues Genre religiöser Wunderhcilun-gen auf durch Anwendung von sogenannten wrin-dert hatigen Medaillen. Dieser Skandal über-trifft noch die Gebetmirakel, indem die Wunderhcil-krast des Hohenloheschen Gebetes gleichsam einiger-maßen auf einem geistigen, psychologischen Funda-mente beruhte, hier aber statt desselben ein Hellervon Bronce oder Messing als Wunderthater manoeu-vrircn mußte. Die Stadt Münster war das De-pot dieser Mirakelpfennige, die Grafin Stol-berg die Bertheilerin der Gnadenheller und Ver-breiterin dieses Aberglaubens, indem sie in einerdortigen Buchhandlung mit geistlicher und weltlicherCensur ein Buch, angeblich aus dem Französischenübersetzt und mit einer Borrede versehen, erscheinenließ, welches weit und breit die Entstehungsgeschichtedes Wunderhellers und seine Wunder erzahlt. Dar-nach hat die Mutter Gottes einer Nonne im Traumeerklart, diese Medaillen sollten hinfüro die Ableiterder Gnaden sein, welche sie dem Leibe und derSeele der Gläubigen schenken werde. Sie heilen