ncnd, fand er offene Ohren. Die französischen Er-eignisse gefielen in Deutschland wie französische Opernnnd Moden. Die deutsche Partei der politischen Be-wegung war eine Eintagsfliege. Der Tag neigtesich zu Ende, und das arme Mückle!» verschied.
Nach diesen politischen Extravaganzen träumteman von einer neuen Partei der Bewegung in Deutsch-land, die ihre Pfeile auf Religion und Moral rich-ten und die sittlichen Zustande des deutschen Vater-landes zu untergraben sich anschicken sollte. Manbezeichnete diese Partei mit dem Namen: das jungeDeutschland. Leider nahm man es zu ernst mitdieser Chimäre. Als Denunciant trat der Journal-Ncdacteur Dr. Wolfgang Menzel zu Stutt-gart auf. Die Veranlassung dazu gab Karl Gutz-kow und sein Roman Wally mit einigen schlüpfri-gen Sccnen, wie sie Fr. Schlegcl's Lucinde undHeinse's Ardinghello in ganz anderer, grellerer Ma-nier aufzuweisen haben, und mit einigen die göttlicheAutorität des Christcnthums anfeindenden Stellen,wie wir sie aus des Heidelberger Theologen Pau-lus und anderen theologischen Schriften längst kann-ten. Bedeutungslos wäre — wie sie auch war —diese Erscheinung vorübergegangen, wenn nicht Men-zel, — ein lebendiges Ovid'schcs Metamorphoscon,(in seinen früheren Lebensstufcn ein deutscher Tur-ner, ein glühendes Mitglied der deutschen Burschen-schaft, unzufrieden mit Deutschlands Institutionen