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Bve n nspiegel
der sphärische Ilolilspiegcl vereiniget wenigstens die naheIhm dev Ave einfallenden Strahlen so genau, dafs nahe umden Punct, welcher der BrennpUTlct heifst, die Strahlenhinreichend verdichtet werden, um grofse Hitze hervorzu-bringen. Die sSinmtliclicn Sonnenstrahlen , die freilich niein einem einzigen Puncte vereinigt werden können, da diaSonne eine erhebliche scheinbare Gröfse hat, bringen, ver-einigt in dem Brennraume dieser Spiegel, oft die heftigsteHitze hervor, die liier, wie bei dem Brennglase, desto gröfserist, je gröfser der Spiegel und je kleiner der Brennraum ist.Aufser diesen Hohlspiegeln hat man auch Zonen hohler Ke-gelflachen zu Brennspiegeln vorgcselilagcn, und Lamberthat damit wirklich gezündet * 1 .
Die vortheilhaftestc Stclluug, die man einem Brcnn-spicgel geben mufs, damit er grofse Hitze hervorbringe, istdie, wo die Sonnenstrahlen mit der Axe parallel einfallen;aber dann liegt sein Brennpunct zwischen ihm und der Son-ne, und er ist deshalb unbequemer zu gebrauchen, als dasBrennglas.
Die Brennspiegel sind den Alten schon bekannt gewesen.Tu der dem Eoklides zugeschricbenenKatoptrik ist ausdrück-lich gesagt, dafs Hohlspiegel gegen die Sonne gekehrt, zün-den; Plutarcii führt iin Leben des Nmiia an, dafs dieVestalisclien Jungfrauen sich einer Al t Brennspiegels zum An-zünden des heiligen Feuers bedienten ; Plinius scheint dieseErscheinung des Zündens mit Brennspiegeln als sehr bekanntangesehen zu haben *. Die wichtigste Erzählung aus demAlterthume, welche den Gebrauch der Brcnnspiegel betrifft,ist die, dafs Archimedes sich ihrer zur Zerstörung der rö-mischen Flotte vor Syracus bedient habe. Da diese Nach-richt nur in späteren Schriftstellern vorkommt, und Poly-bius und Livius nichts davon erwähnen, so hat man langegezweifelt, oh inan den Erzählungen des Zonaras undTzetzes, die sich freilich auf ältere, jetzt nicht mehr vor-handene Schriftsteller berufen, und den allgemeinen Glau-ben an diese Erzählung für sich haben, glauben dürfe.
i Comraent. acad. Theod. Palatinae. Vol. IY. Pbys. pag. 585 , undMdinoires de Berlin. 1770. p. 5 l.
1 Diese und mehrere Stellen führt Capelle an.